Mittwoch, 20. Oktober 2021

Die besten Filme über Trauer, Tod und Sterben, Folge 7: Warum der Spielfilm "Das Zimmer meines Sohnes" unbedingt sehenswert ist und wie er den Verlust eines Sohnes, eines Bruders sowie die Gefühle der frisch verwaisten Eltern gut und realistisch zu zeigen versteht - Serie über "Die besten Trauerfilme", Tipps/Rezensionen

Osnabrück - Einer der sehenswertesten Spielfilme über das Thema Trauer ist Nanni Morrettis "Das Zimmer meines Sohnes" von 2001. Und weil dieser Film einerseits sensibel, andererseits aber zurückhaltend und unaufdringlich erzählt wird, ist er auch einer der wenigen Filme, die tatsächlich für Menschen in einer Trauer- und Verlustsituation gut geeignet sind. Der Film zeigt, beinahe analytisch, wie sich der plötzliche Verlust des Sohnes auf das Familiengefüge auswirken kann - und auf jedes einzelne Mitglied dieser Familie. Und wie der Alltag trotzdem weitergeht. Ein kluger Film, der durch seine Schlichtheit besticht. Ein Film aus Italien - Hollywood ist hier ganz weit entfernt, zum Glück. Aber der Reihe nach.

In Trauergruppen habe ich schon öfter davon gehört - da ist ein Mensch gestorben, sagen wir, beispielsweise, ein junger Mann. Und seine Freundin, die bis zuletzt mit ihm zusammen gewesen ist, wird für die Eltern des Gestorbenen beinahe zu einer Art Ersatz, sie klammern sich an sie, die sie diese letzte Verbindung zum Leben des Sohnes darstellt - aus der Ersatzbeziehung schöpfen die frisch verwitweten Eltern eine trügerische neue Hoffnung. Ein ganz ähnlicher Mechanismus spielt auch in dem Film "Das Zimmer meines Sohnes" eine Rolle, dort aber auch, wie so vieles in diesem Film, eher angedeutet und nicht en detail ausdekliniert. Das ist einer der größten Stärken dieses Werkes: Dass es sehr vieles anreißt, viele Facetten sichtbar macht, aber nichts davon mit Aufladung überfrachtet, keiner seiner Fährten mit Auserzählung folgen muss. Allein dadurch wird "Das Zimmer meines Sohnes" zum vermutlich realistischsten Film über Trauer, den es überhaupt gibt. Und gerade weil er auf jede Tränendrüsigkeit verzichtet, ist er unbedingt sehenswert. 


(Alle Fotos: Thomas Achenbach, Aushangfotos: Pro-Kino)

Was können uns Spielfilme über das Erleben von Trauer erzählen? Können wir etwas über das Leben lernen? Kommen sie der Lebenswirklichkeit von Menschen in einer Trauer- und Verlustsituation nahe? Sind Sie für Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise geeignet, weil sie ihnen Verständnis oder Ermutigung anbieten können? Diese Fragen bilden sozusagen das Grundgerüst für meine Reise durch die Welt der Trauerfilme, die ich für diesen Blog unternehmen möchte. Und da bietet sich dieses "Zimmer meines Sohnes" unbedingt an. In der ersten halben Stunde des Films ist das Leben der Protagonistenfamilie noch unversehrt und wir werden Zeuge von teils heiteren, teils mit den in Familien üblichen kleinen Reibungen versehenen Alltagsanekdoten. 

Heiterkeiten, Reibereien... - unversehrtes Familienleben

Da ist der Familienvater, der Psychoanalytiker Giovanni, gespielt von Drehbuchautor und Filmemacher Nanni Moretti persönlich. Von seinen Patienten lässt er sich beleidigen, beschimpfen, bedrängen, aber nichts davon kann ihn aus der Ruhe bringen. In seiner Freizeit geht er gerne joggen - und als er am Ende seiner Runde auf eine Gruppe ausgelassen auf der Straße tanzender Hare-Krishna-Anhänger trifft, lässt er sich von deren unbefangener Lebensfreude anstecken. Dass sein 17-jähriger Sohn Andrea einmal mehr Ehrgeiz im Sport zeigen würde, wäre dem Vater schon wichtig. Die Tochter Irene ist da ganz anders geraten, im Basketball ist sie ungemein erfoigreich und zielstrebig. Die Mutter der Familie arbeitet in einer führenden Funktion in einer Kunstgalerie. Und doch ist das Leben ruhig genug, dass dem Paar auch noch Zeit bleibt für abendliche Leidenschaft. 




Dann folgt eine bemerkenswert konstruierte Parallelmontage, in der wir jedes Familienmitglied in einer anderen Situation erleben. Die Mutter der Familie wird auf einem Flohmarkt kurz angerempelt und erschrickt. War es vielleicht sogar ein Dieb? Die Tochter albert beim Mofafahren mit anderen herum, versucht, ihre Mitschüler auf anderen Mofas zu treten, eine zwar fröhliche, aber nicht ganz ungefährliche Situation. Der Familienvater sitzt bei einem Patienten, der ihm von einer lebensbedrohenden Krebsdiagnose berichtet. Und schließlich sehen wir das Schlauchboot, in dem der Sohn Andrea mit seinen Tauchkumpanen auf ein sonnenbestrichenes und sattblauverwöhntes Meer hinausfährt. Während in die Lebenssituationen aller anderen eine Ahnung von Bedrohung hineingetupft ist, bleibt diese Schlauchbootsequenz heiter und unbeschwert. Und wird sich doch als die Einzige erweisen, die Endlichkeit in sich versteckte.

Eine Lähmung in allem - der Tod bringt Stillstand

Den Tod des Sohnes bekommen wir indes gar nicht zu sehen. Kaum haben wir mitbekommen können, dass er gestorben ist, wird auch schon der Sarg verschweißt, was bei Modellen mit einem Metalleinsatz offenbar üblich ist (das habe ich auch erst durch eine Onlinerecherche zu dieser Frage gelernt). Und schon sind wir mittendrin in einer Abfolge skizzenhafter Szenen, beinahe Fragmenten, die uns begreifbar machen, wie sehr das Familiensystem in Unordnung geraten ist. Bis eines Tages ein unangekündigter Brief eine Überraschung mit sich bringt, die wieder einen Hoffnungsfunken aufflammen lässt: Andrea hat offenbar eine Art Freundin. Wie sich herausstellt, handelt es sich um eine Art Mini-Liebschaft von einem Campingplatzaufenthalt... 




Es ist gewiss kein Zufall, dass der Film sich die Psychoanalyse zu einem seiner Sujets gemacht hat, denn aus einer ebenso nüchtern-distanzierten Haltung heraus zeigt uns der Film in skizzenhaften Szenen, wie sich der Tod des Sohnes bzw. Bruders auf die Familie auswirkt. Was wir dabei zu sehen bekommen, ist sehr genau beobachtet und gespielt, spielt aber nicht um der emotionalen Wirkungseffekte willen mit den Gefühlen des Publikums. Hier sind ein paar der Trauerfacetten, mit denen uns der Film in Kontakt bringt:

1.) Schuldfragen spielen eine wichtige Rolle: Der Vater lässt sich in einem Laden das Equipment erklären, das für das Tauchen gebraucht wird. Weil er sich mit der Vorstellung herumplagt, dass schlecht gewartete Tauchutensilien für den tödlichen Unfall seines Sohnes verantwortlich sein könnten. Warum Schuld für den Trauerprozess so wichtig ist - und welche unbewussten Funktionen diese Suche nach der Schuld erfüllen kann - ist immer wieder Thema auf diesem Blog, zum Beispiel in diesem Artikel über Schuld und Schuldgefühle.

2.) Jeder trauert in seinem Tempo und seiner eigenen Intensität: Das Ehepaar scheint sich in seinen völlig konträren Trauerprozessen voneinander zu entfremden, jeder wird von seinem eigenen inneren Geschehen aufgezehrt.

3.) Für die Gemeinschaft der Familie fehlt die Kraft, jeder zieht sich in sich selbst zurück: Während sich die Mutter weinend ins Bett zurückzieht und sich der Vater zunächst in seine Arbeit zu flüchten versucht, versucht die Tochter (und Schwester des gestorbenen Sohnes) die Mahlzeiten für die Familie zuzubereiten.

4.) Wut und Zorn gehören zum Prozess dazu: Nach einer kirchlichen Trauermesse, die keinem der Familie so wirklich gut getan hat, gerät der Familienvater in einen Zornesausbruch. Ausgerechnet die kirchliche Trauermesse hat ihm bewusst gemacht, wieviel im Haushalt der Familie schon angeschlagen und kaputt ist, ein Teller hier, eine Tasse dort, eine Teekanne ebenfalls. Letztere wird den Wutausbruch nicht überleben. Dass es ausgerechnet die Kirche ist, die den Zorn der Menschen evoziert, in einem italienischen Film, ist ein starkes Statement. 

5.) Die Kinder fühlen sich für die Eltern (über)verantwortlich: Tochter Irene versucht das Alltagsgeschehen aufrechtzuerhalten und gerät in eine beinahe elterliche Verantwortungsrolle für ihre Eltern. Wie sehr sie selbst darunter leidet, zeigt sie keinem. Aber in der Umkleidekabine eines Bekleidungshauses, versteckt vor der Außenwelt, kommen ihr dann doch die Tränen.



6.) Alte Rituale funktionieren nicht mehr: Das Ehepaar versucht es mit Essengehen, um sich abzulenken und wieder zueinander zu finden. Doch anders als erhofft führt dieser Abend nicht zu einem gestärkten Miteinander.  

7.) Die vielen quälenden W-Fragen: Das Warum, Wie und vor allem das "Was wäre wenn" beschäftigt die Mitglieder der Familie. Vor allem der Vater wird immer wieder von Visionen durchgerüttelt, in denen er seinen Sohn doch noch zum Joggengehen überreden oder durch andere Aktionen vom Tauchgang abhalten kann. Hier zeigt sich auch wieder die gefühlte Schuld, die sich bei Trauer oft einstellen kann: Ich hätte es ändern können. 

8.) Männer trauern anders als Frauen: Sie lebt ihre Trauer unmittelbar aus, weint, klagt, zieht sich ins Bett zurück. Er versucht es zunächst mit Arbeit. Als das auch nicht mehr funktioniert, schmeißt er hin. 

9.) Sich mit dem beschäftigen, was der gestorbene Mensch zuvor gern getan hat, um eine emotionale Nähe zu schaffen: In einem Versuch, sich seinem gestorbenen Sohn anzunähern, geht der Vater Giovanni in einen Musikladen und lässt sich beraten, er will die Musik hören, die sein Sohn gehört hat, will sich dort hineindenken und -fühlen.

10.) Auch Momente der emotionalen Taubheit oder Erstarrung gehören zum Prozess dazu: Kurz nach dem Tod seines Sohnes streift der Vater Giovanni über einen Jahrmarkt. Um ihn herum pralles Leben und bunte Lichter. Sein Gesicht spiegelt indes seine innere Versteinerung. Einmal versucht er, mit einer so genannten Käfigrundfahrschaukel, die man mit Muskelkraft selbst bewegen muss, auch sein inneres Erleben wieder in Schwung zu bringen. Man sieht ihm die emotionale Kraftanstrengung an, die ihn das kostet. 

11.) Es bleiben traumatische Erfahrungen: Die Schrauben, die in den verschlossenen Sarg hineingedreht werden, das Geräusch, das sie dabei erzeugen, diese Bilder kommen an einer anderen Stelle des Films zum Einsatz. Sie erzeugen einen Eindruck von Gewalt und Schmerz.

Bemerkenswerter Randaspekt: Der Film ließe sich übrigens auch ganz anders lesen - nämlich als ein allegorischer Abgesang auf die Kunst der Psychoanalyse. Aber das wäre einen zweiten Artikel wert. Werfen wir noch einmal einen Blick auf das Fragen-Grundgerüst für diese Artikelserie: 



1.) Was sagt der Film darüber aus, wie Trauer ist - wie sie sich anfühlt? 

Er macht bemerkenswert viele dieser Facetten sichtbar, siehe oben. 

- 2.) Ist der Film für Menschen in einer Trauer- und Verlustsituation empfehlenswert? 

Fast uneingeschränkt ja, weil er konsequent auf Überdramatisierung verzichtet, weil er mit analytischer Klarheit aufzeigt, wie sich der Trauerprozess auf die ganze Familie auswirkt, ohne jemals rührselig oder tränendrüsig zu sein, 
womit dieser Film Seltenheitswert besitzt. Er ist echt und gleichzeitig kühl genug erzählt, um für Menschen in genau dieser Lebenssituation aushaltber zu bleiben.

- 3.) Kann der Film seinem Publikum die Gefühle von Trauer und Verlust und allem, was dazugehört, nahebringen (vor allem Zuschauern, die nicht davon betroffen sind)? 

Einerseits ja, weil so vieles drin ist. Andererseits nein, weil mit der sehr nüchternen Erzählhaltung des Films auch eine gewisse Distanzierung und Kühle einhergeht. Ein wirkliches emotionales Mitschwingen wird somit erschwert. Das ist sowohl eine Stärke als auch eine Schwäche dieses Films. Es kommt halt drauf an, in welcher Situation und Lage sich der Zuschauer gerade befindet.
 



- 4.) Meine persönliche Lieblingsszene aus dem Film? 

Der Film endet am Meer, an der Grenze zwischen Italien und Frankreich im Küstenörtchen Menton, nach einer langen nächtlichen Autofahrt, zu der es durch bemerkenswerte Verkettungen gekommen ist. Vom Meer her weht ein kräftiger Wind, es ist ein sonniger Tag und für die Familie hat sich - ausgelöst durch die bereits erwähnten Verkettungen - ein kleines Guckloch in der sie umgebenden Schwärze aufgetan. Nur ein sehr kleines. Natürlich wird es bald zurückgehen in die Heimat und in das Leben, das dort weitergelebt werden will, also das Leben mit dem Verlust. Und wir können ahnen, dass dieses Leben seine Unaushaltbarkeit nicht gänzlich verlieren wird, dass die Schmerzen nicht verheilen werden, aber wir können gleichsam auch ahnen, dass es einen Tag geben könnte, in der weiteren Zukunft, an dem der Verlust des Sohnes integriert sein kann in die Geschichte dieser Familie. Als Narbe, die weiterhin spürbar bleiben wird. Aber nicht mehr ganz so stark blutet. Es ist nicht unbedingt ein Happy End. Aber das vielleicht realistischste Ende, das in einem Film über Trauer möglich ist.

- 5.)  Welche ganz persönlichen Fragen werden durch den Film in einem angeregt? 

Stell Dir vor, dass sich Dein ganzes Leben, so festgefügt und unumstößlich es Dir auch erscheinen mag, von einer Sekunde auf die andere auflöst - was würdest Du bereuen? Was hättest Du Dir anders gewünscht? Wie würde es Dir dann gehen?

- Mein Fazit und meine Empfehlung: Immer wieder wird "Das Zimmer meines Sohnes" von der Kritik oder in TV-Zeitungen als ein "bewegendes Drama" beschrieben, dabei stimmt das gar nicht, deutet es doch eine Dramatisierung an, die das fertige Produkt nicht vorweisen kann. Es sind zahlreiche Details, der fein beobachtende menschliche Spürsinn und die gekonnte Zurückhaltung, die diesen Film wirklich sehenswert machen


--------------- Alle Folgen aus der Serie "Die besten Trauerfilme": ------------

- Was uns das Teenager-Drama "Vielleicht lieber morgen" mit Emma Watson über Trauer, Trauma, Flashbacks und Trigger erzählt - zur Folge 1 der Serie

- Warum die australisch-französische Filmperle "The Tree" mit Charlotte Gainsbourg eine exakte Studie über das Trauern ist - zur Folge 2 der Serie

- Was uns das US-Drama "Manchester By The Sea" alles über Schuld und Familiensysteme in Trauer erzählt (Oscar-Preisträger) - zur Folge 3 der Serie

- Der Tod zweier Söhne, ein eingestürztes Familiensystem - warum "The Door In The Floor" nach John Irving ein Fim übers Erzählen ist - Folge 4

- Der Suizid der Mama und wie eine Familie weiterzumachen versucht, eindrucksvoll, aber zurückhaltend gezeigt in "Der letzte schöne Tag" - Folge 5

- Ein poetischer Film über Japan, alternde deutsche Ehepaare und die ewige Nähe des Todes - Dorris Dörries "Kirschblüten Hanami" ist eine Wucht - Folge 6

- Warum der Spielfilm "Das Zimmer meines Sohnes" unbedingt sehenswert und bemerkenswert realistisch eine Familie in Trauer abbildet - Folge 7 der Serie

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Ebenfalls auf diesem Blog: Wer ein Kind verloren hat, sollte nicht arbeiten gehen müssen - was wir von einer britischen Rechtsprechung lernen können 

Ebenfalls auf diesem Blog: Trauer und Schuldgefühle gehören zusammen - warum sich so viele Trauernde nach dem Tod eines Menschen schuldig fühlen

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Ebenfalls auf diesem Blog: Wie uns die Trauer vor Aufgaben stellt und was das für den Trauerprozess bedeuten kann - über die "Aufgaben der Trauer"

Ebenfalls auf diesem Blog: Entrümpeln, Ausmisten und Aufräumen nach dem Tod eines Menschen - was mache ich damit und warum ist das so hart?

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Ebenfalls auf diesem Blog: Trauerbegleiter sollten stabil sein und sich mit ihren eigenen Schicksalsschlägen beschäftigt haben - warum Haltung so wichtig ist

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Montag, 4. Oktober 2021

Wie kriegen wir mehr Männer als Ehrenamtliche für unsere Hospiz-, Palliativ- und Trauerbegleitungs-Angebote? Wie können wir Männer ins Ehrenamt locken in einem Umfeld, das weiterhin so frauendominiert ist? Fünf Anregungen und mehrere Positivbeispiele aus Deutschland..... / zum Weiterdenken und -diskutieren

Osnabrück - Die Idee entsteht im Auto, bei der kurzen Fahrt von einem Vortrag, den ich gerade gehalten habe, zum Bahnhof. Vielleicht müsste man eine Qualifizierungsgruppe nur für Männer anbieten, sagt die Koordinatorin, die mich freundlicherweise noch rasch zur Bahn bringt. Konkret ging es um Sterbebegleitung - und um die alte Frage, wie man Männer in ein solches Ehrenamt locken könnte. Denn Männer sind dort Mangelware. Und das, obwohl das Ehrenamt an sich stark von männlicher Beteiligung geprägt ist (in Deutschland). Ich werde das ganz oft gefragt, wenn ich einen Vortrag im Kontext von Sterbe- und Trauerbegleitung halte oder einen Workshop mit einer Hospizgruppe durchführe: Herr Achenbach, wie kriegen wir mehr Männer zu uns ins Ehrenamt? Haben Sie ein Geheimrezept für uns? Nee, muss ich dann sagen, das leider nicht. Was ich aber habe, sind fünf Impulse bzw. Gedankenanregungen - hier sind sie, angereichert durch eine ganze Reihe von Positivbeispielen aus Deutschland.

Ehrenamt ist vor allem Frauensache? Das stimmt so nicht ganz, wie ein Artikel des Deutschen Zentrums für Altersfragen im Dezember 2019 berichtete. Überschrift: "Frauen engagieren sich seltener freiwillig als Männer – insbesondere im jungen Erwachsenenalter und im höheren Alter". Spannende Erkenntnis: Vor allem unter den Älteren ab 70 Jahren sind die Männer stärker im Ehrenamt engagiert (42,7 Prozent) als die Frauen (37,4 Prozent)Ermittelt hatte diese Zahlen der im gleichen Jahr durchgeführte "Deutsche Freiwilligensurvey", eine Untersuchung, die alle fünf Jahre durchgeführt wird und die vom Bundes-Familienministerium als repräsentativ bewertet wird. Eine Erklärung, warum das Ehrenamt trotzdem mehr als Frauensache wahrgenommen wird, liefert der Artikel auch gleich mit: Weil es rein zahlenmäßig gesehen mehr Frauen gibt als Männer, jedenfalls im höheren Alter, verzerrt sich die Wahrnehmung.

(Foto: Pixabay/Stocksnap, CC-0-Lizenz)

Wirft man aber einen Blick auf die Bereiche, die mit den Themen Tod, Trauer und Sterben zu tun haben, muss man festhalten: Mögen die Männer auch das Ehrenamt mögen, gilt das nicht im Kontext von Hospiz-, Palliativbewegung und Trauerbegleitung, denn da sind Männer nach wie vor Mangelware. Dabei wären sie dort sehr willkommen. Und da komme wieder ich ins Spiel: Als ein bloggender Trauerbegleiter, der ein Buch mit dem Titel "Männer trauern anders" schreiben durfte, gelte ich rasch als Experte allgemein in Männerfragen. Zum Thema Ehrenamt habe ich mir zwar noch nicht ganz so viele Gedanken gemacht, trotzdem kann ich fünf Impulse anbieten. Als Anregung zum Weiterdenken und zum Diskutieren, gerne auch gemeinsam - und angereichert um ein paar Beispiele aus ganz Deutschland, die mir untergekommen sind:  

1.) Erste Impulsfrage: Wo sind wir überall sichtbar, wo nicht - und wie können wir dort sichtbarer werden, wo die Männer sind? Wer Männer anlocken möchte, sollte zuerst einmal seine Öffentlichkeitsarbeit kritisch überprüfen. Immer der Frage folgend: Sind wir auch dort, wo die Männer sind? Zum Beispiel, was Flyer angeht: Wo liegen diese Flyer überall aus? Auch in Fitnesstudios, Sportvereinen, Heimwerkermärkten, Gaststätten, bei Repair-Cafés und ähnlichem? Halt dort, wo wir die Männer vermuten. Und was die Frage angeht, wo sich Männer aufhalten, kann es hilfreich sein, einmal so richtig lustvoll alle Klischees anzudenken. Die Erfahrungen zeigen: Zumindest in älteren Generationen haben zumindest manche der Klischees durchaus eine gewisse Berechtigung. Was ebenfalls eine Überlegung wert ist: Welche Text- und Bildsprache sprechen wir in unserer Kommunikation, in unseren Flyern, in den Social-Media-Kanälen oder in unseren eigenen Magazinen? Zeigen wir weibliche Hände, die sich auf andere Hände legen - oder viele hübsche Blumen und Dekorationen? Wirkt ggf. alleine die Art und Weise, wie wir kommunizieren, irgendwie "geschlechtlich"? Ließe sich diese Geschlechtlichkeit verändern? Können wir neutraler kommunizieren, trauen wir uns auch mal andere Bilder zu? Bei der Beratung hierzu könnte ein Mann helfen - überhaupt könnte es hilfreich sein, einen Mann in das Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu integrieren.  

2.) Zweite Impulsfrage: Was können wir selbst an Angeboten schaffen, die nicht "abschreckend" wirken? Eine Qualifizierungsgruppe nur für Männer, das ist schon mal eine gute Idee, finde ich - andere Einrichtungen haben mit so etwas wie einem "Männergrundkurs" auch bereits gute Erfahrungen gemacht, wie ein Artikel über eine Detmolder Initative in einem Arbeitsheft der NRW-"Alpha"-Ansprechpartner zeigt (siehe die Seite 20 des Schwerpunkthefts über "Männer und Hospizarbeit", das in seinem Inneren übrigens - Stichwort Kommunikation - 13 Autorinnen zeigt und einen Mann, hmm, nunja....). Auch wenn diese Gruppen vielleicht nicht so voll werden wir die "anderen", einen Versuch wäre es wert. Generell kann es eine gute Idee sein, noch einmal für sich selbst zu verinnerlichen, wie stark angstbesetzt alle Themen rund Trauer, Tod und Sterben in der Gesellschaft sind - und wie stark diese Angst eine Hürde sein kann, die es zu nehmen gilt. Vor allem bei Männern, könnte ich mir vorstellen, sind die Ängste noch größer. Reines Bauchgefühl, zugegeben, wissenschaftliche Beweise muss ich schuldig bleiben. Was ich aber oft erlebt habe: Wenn Männer unter sich sein können, fällt ihnen das Reden auch über Unsicherheiten wesentlich leichter. Deswegen kann es eine gute Idee sein, gerade bei derart angstbesetzten Themen mehr auf gleichgeschlechtliche Gruppenangebote zu setzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Männervariante eines "Death Cafés"? Ob dieses Angebot nun "Sterbestammtisch nur für Männer" heißt oder "Bier, Pommes und Lebenssinn" (mal so ins Blaue gesponnen), es könnte ein niederschwelliges Angebot sein, überhaupt mal Männer über solche Themen ins Gespräch zu bringen, moderiert, begleitet, aber locker. Ein vergleichbares Angebot ist der "Männertreff" der Hospiz-Initative Kiel, die dafür sogar einen Preis der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung bekommen hat. Eine weitere Idee, die mir beim Lesen all dieser wertvollen Initaitven gekommen ist: Wie wäre es denn, beispielsweise eine "Männerwoche" anzubieten, oder noch besser eine "Schnupperwoche für Männer", in der an drei Abenden, beispielsweise, von Sterbe- bis Trauerbegleitung alles einmal theoretisch vorgestellt und vielleicht auch erlebt werden kann. Reinschnuppern, rantasten, erstmal Informationen sammeln... - die grundsätzliche Idee ist, nicht gleich mit einem Grundkurs oder einem anderen Angebot starten zu müssen, dass als "zur späteren Mitarbeit verpflichtend" erlebt werden kann, sondern eine möglichst niedrigschwellige Hinführung zu diesen Themen anzubieten. Ganz unverbindlich, für Neugierige. Motto: Hospize brauchen Helden - schnupper' doch mal rein. Oder so.

(Foto: Pixabay/Pexels, CC-0-Lizenz)

3.) Dritte Impulsfrage: Können wir unser allgemeines Portfolio um "männliche" Themen erweitern - z. B. bei Vortragsveranstaltungen, internen Weiterbildungen, Qualifizierungen, etc.? Ein Thema, das während meiner eigenen Qualifizierung zum Trauerbegleiter nur am Rande eine Rolle spielte, dessen Wichtigkeit mir dann aber durch die Arbeit mit Menschen in Trauer bewusst geworden ist, ist die Aggression. Nun sind Wut und Aggression nicht per se "männliche" Themen, weil sie zu einem Trauerprozess allgemein dazugehören können. Und doch gelten in Medizin und Forschung Aggression und Wut bei Männern als Ausdrucksform von tieferliegenden Problemprozessen, wie mir die Recherche für mein Buch "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut" gezeigt hat. Männliche Depressionen, so ist der Tenor, zeigen sich ganz oft über Aggressionen, wie beispielsweise Dr. med. Josef Hättenschwiler als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie dem Internetportal „Neurologen und Psychiater im Netz“ in einem Artikel sagte: „Oftmals sind sie geradezu feindselig und aggressiv gegenüber ihrer Umwelt und legen dabei eine nach außen gerichtete Vorwurfshaltung an den Tag“.  Anders gesagt: Aggression ist eines dieser Themen, bei denen ein gewisses Hintergrundwissen um die geschlechtliche Einordnung einem dabei helfen kann, die richtigen Worte und die passende Unterstützung zu finden - in welcher Begleitungssituation auch immer. Ein Beispiel von mehreren dafür, dass es einen geschlechtsspezifischen Umgang mit den "düsteren Themen des Lebens" geben könnte und dass eine rein weibliche Perspektive nicht immer die einzige Perspektive sein muss. Hierfür den Blick zu schärfen, hierfür ein Bewusstsein zu schaffen, das sollte also auch die Aufgabe von Qualifzierungen im Hospiz-, Palliativ- und Trauerbegleitungskontext sein. Auch im Bereich der Weiterbildungen für Ehren- und Hauptamtliche könnte bzw. sollte diese Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Bedürfnisse eine Rolle spielen. Oft erlebe ich, dass die Koordinatorinnen und Verantwortlichen für solche Weiterbildungen auf der Suche sind nach guten Themen - also lässt sich das Geschlechterthema auch dort schon gut andocken. 

(Foto: Thomas Achenbach)

4.) Vierte Impulsfrage: Ist unsere Sprache, die wir intern oder in der Öffentlichkeitsarbeit benutzen, vielleicht allgemein zu "weiblich"? Eine der bemerkenswertesten Erfahrungen, die ich habe machen dürfen, nachdem mein Buch "Männer trauern anders" erschienen war, drehte sich um die von mir darin gewählte Sprache. Während die männlichen Rezensenten des Buches lobten, dass ich eine "sehr klare" Sprache gefunden hätte, schrieb eine weibliche Rezensentin in der Zeitschrift "Psychologie Heute", wörtlich in ihrer Kritik: "Auch eine männergerechte Wortwahl mahnt der Autor an. Das scheint nicht einfach, zumal sein Buch selbst den leicht betulichen, weichen Ton sucht, der Trauerbücher zu Trostbüchern machen soll." Das mit dem "betulichen" Tonfall hat mich lange nicht losgelassen, weil ich daran ein generelles Erleben knüpfen kann: Im gesamten Bereich von Hospizarbeit, Palliativarbeit und Trauerbegleitung wird allgemein eine wertschätzende, vorsichtige und umsichtige Sprache gesprochen bzw. in der schriftlichen Kommunikation geschrieben. Das ist etwas sehr Schönes, das ich zu schätzen weiß. Und doch frage ich mich manchmal, ob das nicht auch, sagen wir, etwas Abschreckendes haben kann - so nach dem Motto: "Wenn ich meine Wortwahl nun einmal nicht so umsichtig treffen kann, darf bzw. kann ich dann dort überhaupt mitarbeiten?". Ich kann mein eigenes Erleben daran anknüpfen, mir fällt es auch nicht immer leicht, eine sehr vorsichtige und umsichtige Sprache zu finden (eine Teilnehmerin eines meiner Workshops sagte neulich den wunderbaren Satz: "Je länger man sich mit dieser gewaltfreien Kommunikation beschäftigt, desto häufiger möchte man auch mal sagen dürfen, Mensch, diese gewaltfreie Kommunikation ist aber auch ganz schön scheiße...."). Von einem männlichen Vorstandsvorsitzenden eines Hospizvereins habe ich einmal eine E-Mail bekommen, deren Wortlaut ungefähr so war: "Machen wir so. MfG." Zackig, markant und kurz. Ich kann damit gut umgehen und kann das gut einordnen. Und doch sehe ich eine gewisse Diskrepanz zwischen "weich/betulich" einerseits und "MfG" andererseits. Der beste Weg liegt, wie so oft im Leben, vermutlich irgendwo in der Mitte. Dennoch kann es bei der Frage "Wie bekommen wir Männer ins Ehrenamt" hilfreich sein, einmal die eigene Kommunikation kritisch zu überprüfen. Welche Wörter wählen wir? Hier sind zum Beispiel einige Wörter, mit denen man in seiner Öffentlichkeitsarbeit gut arbeiten kann, wenn man Männer interessieren möchte: Mut, Abenteuer, Lebenserfahrung, Weisheit, Grenzen überschreiten... - Dazu gehört auch die Frage: Gendern wir - mit dem Asterisken (also dem Sternchen) oder dem Doppelpunkt? Diese Sache mit dem Gendern ist so etwas, über das ich hier gar nicht im Grundsatz diskutieren möchte. Was Männer angeht, befürchte ich allerdings, dass es durchaus auch eine abschreckende Wirkung haben kann, zumindest in gewissen Generationen von Männern (vielleicht nicht so sehr bei der jüngeren Generation). Ich beobachte das an mir selbst - was das Gendern angeht, bin ich zwischen Professionalität und eigenem Erleben innerlich stark auseinandergerissen. Und diese Kluft wird immer größer: Je mehr ich auf der professionellen Ebene versuche, mich dem Gendern und der dahinterliegenden Motivation durchaus mit Verständnis zuzuwenden bzw. mit einem generellen Verstehenwollen, desto mehr stelle ich in meinem ganz persönlichen Alltag fest, wie sehr es mich, wenn ich ehrlich sein soll, einfach nervt. Wenn ich einen Text sehe, der in Gendersprache geschrieben ist, mit Sternchen oder Doppelpunkt, dann mindert das meine Lust, mich damit auseinanderzusetzen, doch enorm - einen solchen Text lese ich oft nur, wenn ich das unbe-unbe-unbe-unbedingt muss. Aber das nur am Rande als persönlicher kleiner Einschub. Wichtig ist mir allein die Botschaft: Das Gendern kann abschrecken -  in der Erwägung, welche Kommunikation man wählen möchte und welches Publikum man wie erreichen möchte, sollte dieser Aspekt zumindest mitberücksichtigt werden. 

5.) Fünfte Impulsfrage: Arbeiten wir viel mit Methoden - in unseren Begleitungen, Fortbildungen und in unseren Qualifizierungen? Das ist noch so eine Diskrepanz, die ich in den vergangenen Jahren oft erfahren habe: Einerseits werde ich bei Vorträgen ganz oft gefragt, welche Methoden ich denn für Männergruppen (speziell: Trauergruppen) oder für Einzelbegleitungen mit Männern empfehlen würde - während ich andererseits selbst immer wieder erlebt habe, dass die Männer in den Gruppen die gelegentlich angebotenen Methoden gar nicht gebraucht oder gar gewollt haben. Das hat mich zu der spitzen These geführt: Männer brauchen keine Methoden, sie sind oft dankbar genug, wenn sie einfach reden und sich verstanden fühlen können. So ist es mir selbst immer wieder gegangen: Bei meinen ersten Trauergruppen mit Männern habe ich mir einige Gedanken darüber gemacht, was man denn diesmal als Methode anwenden könnte, was vielleicht passen könnte, dann habe ich das dafür benötigte Material zusammengestellt - und bin fast jedes Mal mit einem unausgepackten Materialköfferchen wieder nach Hause gekommen. Und trotzdem war die Rückmeldung der Männer jedes Mal, wenn sie einfach nur reden durften: Mensch, hat das heute wieder gut getan! Hierzu muss natürlich gesagt sein: All diese Erlebnisse beziehen sich alleine auf die Arbeit mit Betroffenen, mit Menschen, die in einer Trauersituation stecken. Aber wie ist es auf der Ebene der Ehrenamtlichen und der Hauptamtlichen? Kann es vielleicht sein, nur als vorsichtige Frage formuliert, dass der große Hang zum Arbeiten mit Methoden, den es ohne Zweifel gibt, vielleicht auch auf der Ebene der Ehren- und Hauptamtlichen mehr gemischte Gefühle weckt als wir das manchmal annehmen? Oder provokativ gefragt: Zwingen wir unseren Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen das Arbeiten(müssen) mit Methoden manches Mal förmlich auf? Und kann das vielleicht auch Einfluss auf unsere Außenwirkung haben und auf die Frage, ob Männer sich bei uns allgemein wohlfühlen? 

Und an dieser Stelle könnten die Diskussionen beginnen. Wir könnten darüber diskutieren, ob es "die Männer" überhaupt gibt oder wie wir sie definieren wollten, wir könnten uns von anderen Erfahrungen als meinen berichten lassen, die es ganz sicher auch gibt. Wir könnten über Materialien diskutieren, die wir benutzen, über die Frage, ob Materialien eine Geschlechtlichkeit ausstrahlen, wir könnten über die Räume diskutieren, die wir benutzen und über die Frage, ob sie beim ersten Betreten als weiblich oder als männlich erlebt werden und warum. All das könnten wir tun. Und schon wären wir mittendrin im Prozess. Und nur darum geht es. 

Also: Auf geht's.

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de

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