Donnerstag, 30. April 2020

Als zusätzlicher Beitrag für die digitale Version der Messe "Leben und Tod" in einer Woche: Meine gesammelten Berichte von der Bremer Messe aus den vergangenen Jahren - das "Best Of Bremen" für den 8./.9. Mai 2020

Osnabrück - Sich hier einen Vortrag anhören, dort an einem Messestand jemanden treffen, den man kennt... Sich hier von wertvollen Impulsen anregen lassen und dort ein Thema entdecken, das eine nähere Beschäftigung lohnt. Menschen kennenlernen, die Gutes tun und die entdecken zu dürfen eine Bereicherung ist. All das und mehr hat uns Jahr für Jahr die Bremer Messe "Leben und Tod" geboten. Bis das Coronavirus kam. Nun ist die Messe abgesagt - und unersetzlich. Als kleinen, aber schwachen Trost habe ich mich auf die Suche gemacht und ein "Best Of Bremen" aus meinen Blogbeiträgen zusammengestellt.

Immerhin zwölf Beiträge habe ich im Laufe der vergangenen Jahre veröffentlicht, die sich entweder direkt aus Gehörtem und Erlebtem gespeist haben oder das Gehörte und Gesehene noch weitergedreht haben. Der Mix an Themen und Menschen entspricht zwar keinesfalls einem ganzen Tag auf der Messe, gibt aber doch einen kleinen Einblick in den Reichtum und die Vielfalt, die uns diese in den vergangenen Jahren hat bieten können. Womit an dieser Stelle auch einmal ein herzliches Danke an Meike Wengler, ihr ganzes engagiertes Team und die Bremer Messe als Veranstalterin gesagt sein muss! Hier ist also mein ganz persönliches "Best Of Bremen", sozusagen als eine Art digitales Schlendern durch die Messehalle Sechs:


Die Ausstellung der Trauer-Tattoos auf der Bremer Messe "Leben und Tod" im Jahr 2016 (Foto: Thomas Achenbach).

12. Wenn Trauer sichtbar auf der Haut getragen wird - Ausstellung widmet sich dem Phänomen der "Trauer-Tattoos" - weil der Schmerz des Stechens niemals härter ist als der Schmerz innen --> zum Beitrag bitte hier klicken.

11. Wo ist der Unterschied zwischen Trauer und Trauma? Warum tut sich unsere Gesellschaft mit beidem so schwer? Ein Vortrag des Psychologen Thomas Weber brachte hilfreiche Erkenntnisse --> zum Beitrag bitte hier klicken.


Hier geht's lang in Richtung "Leben und Tod" - jedoch nicht in Corona-Zeiten (Foto: Thomas Achenbach) 

10.  Kommt, Leute, wir nehmen dem Tod ein Stück seiner Macht - was auf der "Leben und Tod" spürbar gewesen ist, könnte eine gesellschaftliche Trendwende andeuten (und warum man sich bald einen Bestatter suchen sollte) --> zum Beitrag bitte hier klicken.

9. Legofiguren als Trauerspielzeug - Mit Kinderspielzeug den Tod begreifen lernen - wie ein niederländischer Spielzeugbauer Trauerbegleitern und Therapeuten bei der Arbeit mit Kindern helfen will --> zum Beitrag bitte hier klicken.

Bestatter David Roth im Jahr 2017 auf der Messe "Leben und Tod" (Foto: Thomas Achenbach)

8. Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen... Was alles möglich ist, wenn Menschen das wollen: Urnen und Särge bemalen, Särge selber schließen, Körper überführen, Kinder dabei sein lassen --> zum Beitrag bitte hier klicken.

7. Tango auf der Trauerfeier, die Trauerrede als Audiodatei - was bei modernen Trauerfeiern alles möglich ist, möglich sein sollte und wie gut es Trauernden tun kann - Impulse für ein lebendiges Gedenken --> zum Beitrag bitte hier klicken.

Aus diesem Buch hatte ich auf der Messe vorlesen wollen - stattdessen gibt es eine Extra-Lesung in meinem Podcast. 

6. Der Fluch der Tapferkeit - warum es Menschen in der modernen Gesellschaft so schwer fällt, ihre Trauer zu durchleben und als normal zu akzeptieren und warum die Wurzeln dafür in der Kindheit gelegt werden --> zum Beitrag bitte hier klicken.

5. Warum Männer anders trauern - und was sich auf der Leben und Tod alles entdecken ließ - Katy von Seelensport und ihr hervorragendes Video über die Messe "Leben und Tod" - zahlreiche Fachleute im Video-Interview... --> zum Beitrag bitte hier klicken.


Rolf Zuckowski im Jahr 2019 auf der Messe "Leben und Tod" (Foto: Thomas Achenbach).

4. Warum die Mutter von Rolf Zuckowski auf dem Sterbebett eines der Lieder ihres Sohnes zitierte und was das mit dem Musiker gemacht hat - Angekommen im Leben jenseits der Weihnachtsbäckerei --> zum Beitrag bitte hier klicken.

3. Warum selbst ein Popstar wie Sarah Connor ihren Angehörigen und Freunden nicht das Trauern verbieten sollte - und warum wir das als Gesellschaft auch nicht tun sollten - Impulse von der "Leben und Tod" 2019  --> zum Beitrag bitte hier klicken.


Familien-Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper im Jahr 2019 auf der Messe "Leben und Tod" (Foto: Thomas Achenbach)

2. Warum bei Trauer- und Lebenskrisen auch anonyme Online-Chats eine gute Hilfe sind und wie sie funktionieren - und wie ein Alkohol- und Spielesüchtiger seine inneren Dämonen überwunden hat - ein Interview --> zum Beitrag bitte hier klicken

1. Wir müssen besser mit dem Tod umgehen lernen - und mit unseren Toten (und wir müssen den Kindern den Tod gut vermitteln)... - warum "The End" zur gesellschaftlichen Pflichtlektüre werden sollte - ein Buchtipp  --> zum Beitrag bitte hier klicken.  

Übrigens: Weil ich auch einen Vortrag auf der Messe hatte halten sollen und sich die Messeleitung rund um Meike Wengler für eine digitale Alternative der 2020er-Auflage entschieden hat, biete ich auf meinem Podcast auch zwei Lesungen aus meinen Büchern an, die als Extra-Messe-Sondersendung konzipiert sind (bei Interesse hier klicken). 

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de


Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 


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Im Trauer-ist-Leben-Podcast zu finden: Warum eine bayerische Behörde mit einer bislang einmaligen Initiative zum Vorreiter in Sachen Trauerkultur wird - ein Interview

Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 


Ebenfalls auf diesem Blog: Warum das Sterben in Deutschland seit Januar 2020 nochmal deutlich teurer geworden ist - Die so genannte Leichenschau steht in der Kritik


Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Mittwoch, 22. April 2020

Warum die Bremer Messe "Leben und Tod" im Jahr 2020 jetzt doch stattfinden wird (und wie) - kostenlos und mit über 80 geplanten Angeboten auf einer eigenen Website als digitale Version - was Meike Wengler und ihr Team alles planen und am 8./9. Mai 2020 anbieten wollen

Bremen - Hatte es vor kurzem noch geheißen, die für den 8. und 9. Mai geplante Bremer Messe "Leben und Tod" müsse komplett abgesagt werden, so haben sich jetzt Meike Wengler und ihr Team doch noch etwas einfallen lassen, wie eine alternative Messeversion trotzdem stattfinden kann. Die "Leben und Tod" zieht um - ins Internet. "Es ist ein Pilotprojekt", wird Projektleiterin Meike Wengler in einer Mitteilung der Bremer Messe zitiert. Aber die Zahlen zeigen schon jetzt: es könnte ein großes Ereignis werden. Ich werde übrigens auch dabei sein und meine für Bremen geplante Vortragslesung zum Thema Männer und Trauer ebenfalls im Internet anbieten. Damit bin ich aber nicht alleine.

So haben sich der Mitteilung zufolge bereits mehr als 80 Angebote wie Podcasts, Videos und Blog-Beiträge zusammengefunden, die an den beiden Messetagen kostenlos abrufbar sein sollen (Stand: Ende April 2020). Das Angebot beschreiben die Messeveranstalter als "vielfältig und lebensbejahend". Dabei ist unter anderem Musik von Rolf Zuckowski oder Silke Aichhorn, außerdem soll es Autorenlesungen sowie Mitmachangebote wie ein Online-Yoga oder ein gemeinsames Singen geben, heißt es. Zusätzlich bieten Experten allerlei Tipps, zum Beispiel wie Hinterbliebene Verstorbenen – gerade in Zeiten von Corona – nah sein können, ohne sie noch einmal zu sehen.


Fragen wie diese werden in Coronazeiten nochmal dringlicher... (Alle Fotos: Thomas Achenbach)

Für die digitale Version der Messe werden die Verantwortlichen noch eine eigene neue Internetadresse einrichten (unter www.leben-und-tod-vernetzt.de). Die Teilnahme ist dann, anders als bei der physikalischen Messe, für alle kostenfrei. "In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungsverboten möchten wir den Menschen mehr denn je Mut machen, Hoffnung geben und einen Raum für Begegnungen schaffen - nun zum ersten Mal virtuell", wird Meike Wengler in der Mitteilung weiter zitiert. Außerdem planen die Organisatoren den Angaben zufolge noch weitere exklusive Angebote.



So soll es an den Messetagen auch ein Liveprogramm mit Moderatorin Raphaela Dell und Meike Wengler geben. Per Videokonferenz werden sie unter anderem Expertengespräche mit dem Gynäkologen und Onkologen Professor Jalid Sehouli von der Berliner Charité, mit Chris Paul vom Trauerinstitut Deutschland und mit dem Bestatter Eric Wrede führen. All diese Inhalte sollen am Freitag, 8. Mai, und Samstag, 9. Mai, online und vor allem kostenlos zur Verfügung zu stehen. Was meine Vortragslesung angeht, sogar noch länger.



Mein Plan jedenfalls ist, als Beitrag zur digitalen Version der "Leben und Tod" für meinen Podcast zwei neue Lesungen einzusprechen und um kurze Moderationen bzw. Vortragsbestandteile zu ergänzen - eine aus meinem Buch "Männer trauern anders" und eine aus meinem neuen Buch "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen", beides frisch und exklusiv für die Messe neu produziert. Beide Lesungen sollen pünktlich zum Messetermin online hochgeladen sein und werden dann auch über die digitale Messeversion angeboten. Außerdem plane ich eine Best-Of-Sammlung all meiner Messeberichte aus den vergangenen Jahren, die auf diesem Blog erscheinen wird, ebenfalls rund um den Messetermin am 8./9. Mai. Wobei man in diesen Zeiten ja vorsichtigerweise ergänzen muss: Das sind Pläne und sie werden auch Realität werden, immer vorausgesetzt, ich bleibe gesund.

Freiburg bleibt physikalisch - vorerst


Im vergangenen Jahr haben nach Angaben der Veranstalter mehr als 5000 Gäste diese deutschlandweit einzigartige Messe rund um die Themen Trauer, Tod und Sterben besucht. Die Zielgruppe der Veranstaltung sind nicht nur Fachleute aus der Hospiz- und Palliativarbeit, Trauerbegleitung, Bestattungskultur, Seelsorge und Kirche, sondern auch unmittelbar von diesen Themen Betroffene. Die für den 23. und 24. Oktober in Freiburg geplante erste Exportmesse jenseits des von Bremen aus bei Frankfurt liegenden "Weißwurstäquators" soll übrigens nach aktuellen Planungen als tatsächliche, nicht digitale Messe stattfinden. Sofern dies dann wieder möglich sein wird. Und falls nicht, wird das Veranstalterteam sicher auf neue gute Erfahrungen mit digitalen Lösungen zurückblicken können.

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de


Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 


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Den Blog zum Anhören als Podcast - bitte hier klicken für die aktuelle Episode aus dem Trauer-ist-Leben-Podcast...

Im Trauer-ist-Leben-Podcast zu finden: Warum eine bayerische Behörde mit einer bislang einmaligen Initiative zum Vorreiter in Sachen Trauerkultur wird - ein Interview

Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 


Ebenfalls auf diesem Blog: Warum das Sterben in Deutschland seit Januar 2020 nochmal deutlich teurer geworden ist - Die so genannte Leichenschau steht in der Kritik


Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Mittwoch, 15. April 2020

Was Chefs und Führungskräften helfen kann, wenn sie Trauergespräche führen müssen (auch per Videochat o.ä.) - neu zum Anhören und als Ersatz für ausfallende Lesungen: Ich stelle ein Kapitel aus meinem Buch "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise" aus dem Campus-Verlag vor (und lese auch ein bisschen was aus dem Buch meiner Frau)

Osnabrück - Was kann Chefs, Teamleitern und Führungskräften helfen, wenn sie mit Mitarbeitern in einer Trauersituation sprechen wollen (oder: es müssen) - auch und gerade, wenn es sich dabei wegen der Coronakrise um ein Gespräch handelt, das nur per Telefon oder Videochat stattfinden kann? Das ist nur eines von vielen Themen, die in meinem Buch "Mitarbeiter in Ausnahmesituaionen" eine Rolle spielen. Und weil wegen der Coronakrise eine Reihe an Veranstaltungen ausfallen werden, bei denen ich das Buch - und dieses Thema - eigentlich hatte vorstellen wollen, habe ich mich für ein alternatives Angebot entschieden: Ich lese ein Kapitel daraus in meinem Podcast vor. Und als Zuckerl obendrauf lese ich auch etwas aus dem neuen Roman meiner Frau. 

Für alle, die z. B. bei der digitalen Buchpremiere Mitte April nicht dabei sein konnten oder für alle, die das Thema einfach interessiert, gibt es unter diesem Link die Lesung zu finden. Es war Mitte März 2020, dass diese beiden Bücher - das meiner Frau und mein neues - herausgekommen sind, fast zeitgleich übrigens. Und was ebenfalls zeitgleich nach Deutschland kam, waren das Coronavirus und das Chaos. Ich war gerade noch aus Wien zurückgekommen, wo ich Anfang März einen Vortrag über Männer und Trauer auf der Trauer- und Hospiz-Messe "Seelenfrieden" hatte halten dürfen, dann war überall Stillstand. Alle sind zuhause. Also ist Vorlesen doch eine ganz gute Alternative, oder? 

(Foto: Merle Achenbach)

Meine Frau Cornelia Achenbach hat den Generationenroman "Darüber reden wir später" im Wunderraum-Verlag (gehört zu Random-House) veröffentlicht. Den hatte sie eigentlich auf der Leipziger Buchmesse in Form einer ersten Lesung als Debütautorin vorstellen wollen. Aber die war ja mit einer der ersten Veranstaltungen, die abgesagt worden sind. Und was mein Buch angeht, so richtet es sich vor allem an Führungskräfte, Personalverantwortliche und Betriebsräte. Bei all diesen Personen ist ebenso klar wie nachvollziehbar: Die haben gerade eine Menge anderer Dinge zu tun als ein Buch zu lesen... Personalausfälle, Kurzarbeit, Quarantänemitarbeiter, schon der Wahnsinn, wie sehr sich unser aller Leben binnen weniger Wochen so radikal verändern konnte. Aber jetzt ist all das unser neuer Alltag geworden und wir werden es - einfach aushalten müssen.

Link zur Doppel-Lesung in meinem Podcast: Bitte hier klicken.


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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 

Ebenfalls auf diesem Blog: Warum das Sterben in Deutschland seit Januar 2020 nochmal deutlich teurer geworden ist - Die so genannte Leichenschau steht in der Kritik

Ebenfalls auf diesem Blog: Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen - was alles möglich sein kann, wenn Menschen in einer Verlustsituation das wollen

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Ebenfalls auf diesem Blog: Keine Sorge, alles normal - was Trauernde in einer Verlustkrise alles so tun und warum einem das nicht peinlich sein sollte

Ebenfalls auf diesem Blog: Tango auf der Trauerfeier, die Trauerrede als Audiodatei - was heute bei modernen Trauerfeiern alles möglich sein sollte

Ebenfalls auf diesem Blog: Der Fluch der Tapferkeit - warum es Menschen in der modernen Gesellschaft so schwer fällt Trauer als etwas Normales anzuerkennen

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Mittwoch, 8. April 2020

Warum meine für Mittwoch, den 15. 4. 2020 geplante Buchpremiere mit der IHK Osnabrück jetzt doch noch angeboten werden kann (und wie) - und was die dpa über einen hilfreichen Umgang mit trauernden Kollegen und Mitarbeitern geschrieben hat #Newsletter April 2020

Osnabrück - Nein, eine Lesung von Mensch zu Mensch in einem echten Saal mit echten Publikum wird angesichts der nach wie vor geltenden Corona-Beschränkungen nicht möglich sein. Und dennoch hat die IHK der Region Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim eine Möglichkeit gefunden, wie die gemeinsam für Mittwoch, den 15. April stattfinden kann. Parallel dazu hat die Deutsche Presse-Agentur in ihrem Themendienst dpa tmn einen Artikel darüber veröffentlicht, wie sich Kollegen und Mitarbeiter in Trauer gut unterstützen lassen - ich durfte hierbei als ein Ansprechpartner für das Thema fungieren.

In ihrer Reihe „Wirtschaftsbücher!“ stellt die IHK in Osnabrück in loser Folge regionale Autorinnen und Autoren vor. So soll das auch am 15. April 2020 geschehen (Beginn: 18.30 Uhr), wenn ich als Bestandteil dieser Serie mein neues Buch „Mitarbeiter in Ausnahmesituationen: Trauer, Pflege, Krise“ vorstellen darf. Im März 2020 im Campus-Verlag erschienen, befasst sich das Buch damit, wie persönlichen Problemsituationen am Arbeitsplatz angemessen begegnet werden kann. Doch statt im großen IHK-Saal vor echtem Publikum - wie ursprünglich geplant -, wird die Vortragslesung jetzt anders organisiert, Corona macht es nötig.

Was im realen Kontakt nicht geht, wird jetzt digital angeboten (alle Fotos: Thomas Achenbach).


Und zwar soll die Lesung über eine leicht zugängliche Videoplattform angeboten werden, wie die IHK es in ihrer aktuellen Pressemitteilung schreibt. Interessierte melden sich dafür per Mail an bei Frau Dr. Beate Bößl von der IHK Osnabrück über die Mailadresse boessl@osnabrueck.ihk.de und erhalten dann die Zugangsdaten per Mail.  

Um das Thema Trauer am Arbeitsplatz geht es übrigens auch in einem Artikel, den die Deutsche Presseagentur durch ihren Themendienst dpa-tmn aktuell an viele Medien geschickt hat und für den ich als einer von zwei Ansprechpartnern ein paar O-Töne und Impulse beisteuern durfte. Die dpa hat daraus ein lesenswertes und hilfreiches Stück zusammengewebt. Unter der Überschrift "Trauernde Kollegen begleiten" ist der Text beispielsweise in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht worden und unter diesem Link noch weiterhin abrufbar.


Sobald die Buchpremiere bei der IHK gelaufen ist, werde ich übrigens eine eigene Lesung aus meinem neuen Buch (sowie aus dem neuen Roman meiner Frau, deren Lesung ja ebenfalls ausgefallen ist) in meinem eigenen Podcast veröffentlichen, für alle, die nicht haben dabei sein können. In der Zwischenzeit sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass es in meinem Podcast ein Interview über die erste Betriebsvereinbarung bzw. Dienstvereinbarung zum Thema Trauer im Arbeitsleben zu hören gibt: Warum eine bayerische Behörde mit einer bislang einmaligen Initiative zum Vorreiter in Sachen Trauerkultur wird - hier der Link zum Interview...

Soviel für heute - allen Leserinnen und Lesern ein gutes Osterfest und herzliche Grüße - und nicht vergessen: Erst kommt das Leiden in Form des Karfreitags als dem Tag der Klage und der Trauer, bevor die fröhlicheren Themen Einzug halten können (und die Eier und Osterhasen).... 

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Der Podcast zu diesem Blog: Warum eine bayerische Behörde mit einer bislang einmaligen Initiative zum Vorreiter in Sachen Trauerkultur wird - ein Interview

Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 

Ebenfalls auf diesem Blog: Warum das Sterben in Deutschland seit Januar 2020 nochmal deutlich teurer geworden ist - Die so genannte Leichenschau steht in der Kritik

Ebenfalls auf diesem Blog: Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen - was alles möglich sein kann, wenn Menschen in einer Verlustsituation das wollen

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Ebenfalls auf diesem Blog: Tango auf der Trauerfeier, die Trauerrede als Audiodatei - was heute bei modernen Trauerfeiern alles möglich sein sollte

Ebenfalls auf diesem Blog: Der Fluch der Tapferkeit - warum es Menschen in der modernen Gesellschaft so schwer fällt Trauer als etwas Normales anzuerkennen

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Donnerstag, 2. April 2020

Hier ist noch eine gute Nachricht, die in der Coronakrise nicht untergehen darf: In England gilt seit dem 1. April 2020 ein neues Gesetz, das verwaisten Eltern bezahlte Auszeiten ermöglicht - eine bahnbrechende Initiative und weltweit einmalig (eine aktuelle Ergänzung zum Thema Trauer am Arbeitsplatz)

Osnabrück/London - Ausgerechnet England, ausgerechnet das Thema Tod und Trauer. Das hat aktuell in der Coronakrise natürlich alles einen ganz besonderen Tiefgang. Und doch haben auch die Engländer diese ganze Coronakrise nicht kommen sehen, als sie dieses bahnbrechende Gesetz geschaffen haben. Denn das Thema Trauer am Arbeitsplatz bzw. Trauer im Berufsleben ist jetzt auch international zu einem ganz aktuellen Thema geworden. So hat mich meine Münchner Trauerbegleiterkollegin Franziska Offermann auf diese wichtige Entwicklung aufmerksam gemacht: In England dürfen berufstätige Eltern, die ein Kind verloren haben, seit dem 1. April 2020 zwei Wochen lang einen bezahlten Sonderurlaub nehmen - einen Trauerurlaub. Das dürfte weltweit bislang einmalig sein, sagt dazu die Regierung Großbritanniens in einem vor der Coronakrise verfassten Statement. 

Es ist eine von mehreren Entwicklungen, die sich parallel zum Erscheinen meines Buches "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise" ergeben haben und die in einer eventuellen Neuauflage dieses Buches - irgendwann, nach Corona! - sicher ebenfalls Erwähnung finden müssen. Die neuen Regeln in England werden für berufstätige Eltern gelten, die um ein Kind trauern (und auch in England gilt: Ab 18 Jahren ist ein Mensch erwachsen, also dann offiziell kein "Kind" mehr, sprich das Gesetz gilt für Eltern von Unter-18-Jährigen). Dabei ist unerheblich, ob es sich um ein leibliches Kind handelt oder um ein Pflege- oder Adoptivkind. Und im Falle einer Sternenkind- bzw. einer stille Geburt gilt: ab der 24. Schwangerschaftswoche haben die Eltern Anspruch auf diese Regeln. 


(Foto: Pixabay.de, Creative-Common-0-Lizenz)

In mehreren Artikeln über dieses Thema, unter anderem von der Wochenzeitung "Die Zeit", lässt sich das folgende Zitat der britischen Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom dazu finden: "Es kann kaum schlimmere Erfahrungen im Leben geben als den Verlust eines Kindes, und ich bin stolz darauf, dass diese Regierung das Jack's Law verabschiedet". Das ist übrigens noch eine Sache, die dieses Gesetz zu etwas ganz Besonderem machen: Es trägt - ihm und seinen Eltern zu Ehren - den Namen eines gestorbenen Kindes. 


Jack ertrank im Teich - Papa musste zur Arbeit


Der kleine Jack war 23 Monate alt, als er durch ein tragisches Unglück im Garten seiner Eltern in einen Teich gefallen und durch Ertrinken gestorben war. Dies geschah bereits im Jahr 2010. Was Jacks Mutter - Lucy Herd - damals besonders aufgeregt: Dass ihr Mann, also Jacks Papa, nach der Tragödie nur drei arbeitsfreie Tage zustanden. Das muss sich ändern, schwor sich die frisch verwaiste Mama - und machte sich an die Arbeit. Jetzt, zehn Jahre später, wird diese von einem großen Erfolg gekrönt: Vom Jack's Law.

Tiefe Schnitte in Herz und Seele - Verlust eines Kindes (Symbolfoto: Thomas Achenbach)

Eltern dürfen den neuen Regeln zufolge selbst entscheiden, ob sie die zwei Wochen im Block nehmen wollen oder sie sie in zwei Einzelwochen aufteilen wollen, die sie je nach Bedarf verteilen können. Außerdem ist es unerheblich, wie lange die Eltern bei ihrem Arbeitgeber tätig sind - ob erst wenige Tage oder schon mehrere Jahre, wie die britische Regierung auf ihrer eigenen Website schreibt (gov.uk). Eine sehr wegweisende Entwicklung. Nun müsste es verstärkt darum gehen, dass dem Tabuthema "Tod eines Kindes" das Stigma genommen werden muss, so wird Clea Harmer, die Geschäftsführerin eines Wohltätigkeitsvereins für Eltern totgeborener Kinder, in einem Beitrag der BBC zitiert (den es jedoch nur auf Englisch gibt, ich habe mir die Freiheit genommen, die Passage selbst zu übersetzen). Denn auch in England gehört dieses Thema zu einem der am liebsten ignorierten oder, man verzeihe mir den in diesem Kontext makabren Begriff: totgeschwiegenen. Dabei gibt es den Angaben der britischen Regierung zufolge um die 7500 gestorbenen Kinder, darunter 3000 Stillgeborene, pro Jahr innerhalb der UK. 


Es tut sich viel in Sachen Trauer am Arbeitsplatz - weltweit


Weitere Praxisbeispiele, wie das Thema Trauer im Arbeitsleben derzeit in Deutschland und der ganzen Welt von Unternehmen und Institutionen gepflegt und bearbeitet wird, finden sich übrigens in meinem Buch "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise". Das Buch versteht sich als Leitfaden für Führungskräfte, Personalverantwortliche und für Betriebsräte. Die darin versammelten Beispiele zeigen, was sich in Deutschland in Sachen Trauer am Arbeitsplatz bzw. Unterstützung von pflegenden Mitarbeitern getan hat, beispielsweise aus Hamburg, dem Ruhrgebiet, Nordhorn, aber auch aus Süddeutschland. 


(Foto: Pixabay.de, Creative-Common-0-Lizenz)

Und doch hat sich, was diese Themen angeht, inzwischen schon wieder viel getan. Manche der aktuellen Entwicklungen habe ich in mein Buch gar nicht mehr mit aufnehmen können, ganz einfach aus dem Grund, weil sie noch nicht offiziell waren, als das Buch in Druck gegangen ist. Mehr zum Thema gibt es übrigens auch auf meinem Podcast, wo sich ein aktuelles Interview über die erste deutsche Betriebsvereinbarung zum Thema Trauer und Verlust am Arbeitsplatz finden lässt (bei Interesse bitte hier klicken).

Die hier zitierten Artikel zum neuen Gesetz in den UK finden sich unter den folgenden Links:

- Beitrag aus "Zeit Online" vom 23. Januar 2020 - bitte hier klicken
- Beitrag der BBC News vom 23. Januar 2020 - bitte hier klicken
- Beitrag der britischen Regierung vom 23. Januar 2020 - bitte hier klicken

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Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 

Ebenfalls auf diesem Blog: Warum das Sterben in Deutschland seit Januar 2020 nochmal deutlich teurer geworden ist - Die so genannte Leichenschau steht in der Kritik

Ebenfalls auf diesem Blog: Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen - was alles möglich sein kann, wenn Menschen in einer Verlustsituation das wollen

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

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Ebenfalls auf diesem Blog: Der Fluch der Tapferkeit - warum es Menschen in der modernen Gesellschaft so schwer fällt Trauer als etwas Normales anzuerkennen

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