Dienstag, 26. Juni 2018

Trauer als Krankheit - das sind die nächsten Schritte auf dem Weg zum "ICD 11", der vieles in Sachen Trauer neu regeln soll - WHO legt jetzt einen zeitlichen Ablaufplan zur Einführung vor, Start ist 2022

Osnabrück - Wohl kaum ein Thema hat die Menschen aus Hospiz-, Palliativ- und Trauerbegleiter-Kreisen in jüngster Vergangenheit so dermaßen bewegt wie die Diskussion um die so genannte "ICD 11", also der derzeit in Überarbeitung befindlichen Klassifikation/dem Regelwerk für alle Codierungen bzw. Diagnoseschlüssel, mit denen alle niedergelassenen Haus- und sonstigen Ärzte arbeiten. Dort gibt es für so ziemlich alles einen Schlüssel. Fast alles. Nur für Trauer noch nicht, was sich aber bald ändern soll. Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer Ausgabe vom 21. Juni 2018 berichtet, steht jetzt zumindest der zeitliche Fahrplan für die Einführung der ICD 11 fest: Demzufolge wurde eine erste Arbeitsversion der neuen ICD in der vergangenen Woche vorgestellt, verabschiedet werden soll das ganze erst im kommenden Mai auf der Welt Versammlung der Weltgesundheitsorganisation und gültig in Kraft treten am 1. Januar 2022. 

Bislang ist es technisch gesehen nicht möglich, sich alleine wegen Trauer von Fachleuten weiter behandeln zu lassen. Denn Trauer und deren Folgen sind so einfach nicht vorgesehen – jedenfalls nicht im Diagnose-System der Weltgesundheitsorganisation, der ICD ("International Statistical Classification Of Disease and Related Heath Problems"), die bei allen Hausärzten und niedergelassenen Ärzten zum Einsatz kommt. Jedoch ist unbestritten - auch bei den meisten Kritikern -, dass es Menschen gibt, die sich wegen Trauer krankschreiben und von Fachleuten behandeln lassen. Oder besser gesagt wegen der durch ihre Trauer ausgelösten Symptome. Seit einigen Jahren tobt eine heftig geführte Debatte über die Frage: Darf man Trauer überhaupt als "Krankheit" werten? Oder ist das stigmatisierend? Und hier haben alle Fachleute, Hospizler und alle Trauerbegleiter - auch ich - eine sehr klare Meinung und Stellung dazu: 


Krankgeschrieben wegen Trauer - ab 2018 soll das laut der ICD 11 möglich sein. Aktuell ist der Plan jedoch umstritten.   (Achenbach-Foto)

Trauer ist eben keine Krankheit, sondern eine vollkommen natürliche, menschliche Reaktion. Das Gegenstück zur Freude. Die lässt sich ja auch nicht irgendwie verhindern. Aber: Trauer kann auch krank machen. Auch das ist unbestreitbar so. Und so tobt die Diskussion derzeit immer weiter, so, wie ich es bereits vor kurzem hier auf diesem Blog geschildert habe. Leider gibt der "Zeit"-Artikel nun keinen Aufschluss darüber, wie der aktuelle Stand in Sachen Trauer ist, weil er auf vielerlei andere Änderungen in der kommenden ICD eingeht, aber eben nicht auf diese. Es wird also spannend sein zu erfahren, ob sich in dieser Sache etwas Neues getan hat. Sobald ich etwas erfahren sollte, gibt es einen neuen Sachstand auch auf diesem Blog.



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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor des Buches "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag, 17 Euro, erschienen im März 2019. Mehr Infos gibt es hier.

Alle aktuellen Termine, Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare etc. mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Ebenfalls auf diesem Blog: Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen - was alles möglich sein kann, wenn Menschen in einer Verlustsituation das wollen

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

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Mittwoch, 20. Juni 2018

Eine Checkliste für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - wie sich die Medien optimal für eigene Zwecke nutzen lassen, was Redakteure alles brauchen und welche technischen und sonstigen Voraussetzungen erfüllt sein sollten - "Ultimative Checkliste" für optimale Ergebnisse (inklusive einer Beispiel-Pressemitteilung)

Osnabrück - Aller gute Dinge sind drei - oder? ;-)) Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich hier zwei Blogbeiträge veröffentlicht, in denen ich ein paar Tipps und Anregungen für eine gelungene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gegeben habe - mal so als ganz anderes Thema zwischendurch, mehr so mit der Zielgruppe Hospizvereine etc. Wenige Wochen später habe ich in Lingen im Emsland auch ein Seminar über diese Inhalte gegeben, was ich gelegentlich als Nebenjob tue (Titel: "Intensivworkshop für Presse- &  Öffentlichkeitsarbeit"), das gut angekommen ist. Was ich in diesem Seminar an so genannten Handouts verteilt habe - also an Material zum Mitnehmen -, hat allen Teilnehmern besonders gut gefallen, wenn mir soviel Eigenlob gestattet ist. Vor allem die von mir angefertigte und von mir mit Augenzwinkern gerne als "ultimativ" bezeichnete "Checkliste für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" haben die Teilnehmer als hilfreich erlebt... so dass ich sie hier ebenfalls veröffentlichen möchte, inklusive einer Beispiel-Pressemitteilung.

Die Idee von dieser Checkliste ist eine ganz einfache: Es müssen sich einfach alle der dort genannten Fragen mit einem Ja beantworten lassen (bis auf die ersten beiden Fragen, denn die ergänzen sich, sprich: hier muss nur eine der Fragen mit einem Ja auskommen). Das bedeutet nämlich auch: Die Checkliste wird zu einem gut geeigneten Gradmesser dafür, ob sich die Arbeit überhaupt lohnt. Denn wer weder einen aktuellen Anlass, also etwas konkret Neues, anbieten kann noch einen anderen guten Aufhänger für seine Berichterstattung finden kann, der braucht es auch gar nicht erst zu versuchen: Wenn es gar nichts Neues gibt, nichts, was als aktueller Aufhänger taugt (also zum Beispiel sowas wie: Am Muttertag auch auf die Belange von Sternenkindmütter hinweisen, nach dem Motto "Es gibt auch Mütter, die zwar solche sind, aber keine Blumen bekommen"), wird es ganz sicher auch keine Berichterstattung geben. Redaktionen brauchen einen Nachrichtenwert, sonst geht es nicht. In meinen beiden vorherigen Beiträgen finden sich allerlei Tipps und Impulse, die sicher weiterhelfen, wenn einer der in der Checkliste genanten Punkte irgendwie unklar zu sein scheint (Zu Teil Eins dieser Miniserie geht es per Mausklick hier und zu Teil Zwei dieser Miniserie geht es per Mausklick hier...). 

Ganz wichtig bei Gruppenaufnahmen: Nah ran ans Motiv, also an die Gruppe, und immer eine ganze Serie von Bildern machen - irgendwer hat immer gerade die Augen zu oder einen doofen Gesichtsausdruck.  (Thomas-Achenbach-Symbolfoto)

Und weil ja, wie schon einmal geschrieben, die wichtigste Regel heutzutage lautet "Wer Öffentlichkeit haben will, muss sie selbst herstellen", habe ich mir gedacht, es könnte eine gute Idee sein, diese Checkliste auch hier zu veröffentlichen und öffentlich verfügbar zu machen. Vor allem in unseren heutigen Zeiten, wo es überall an Ressourcen mangelt, wo in allen Redaktionen oft wenige Mitarbeiter sehr viel auf einmal leisten müssen, ist es umso wichtiger, dass die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auch auf Vereinsebene, Verbandsebene gleich so professionell und so effizient wie möglich betrieben wird... Und wenn ich dabei helfen kann, nutzt das am Ende auch allen Redakteuren. Daher also eine solche Liste. Soweit alles klar? Okay, los geht's:

Von einer gelungenen Öffentlichkeitsarbeit profitieren alle - auch die eigenen Mitarbeiter, weil Öffentlichkeitsarbeit auch nach innen in die eigene Unternehmung gerichtet sein sollte.   (Thomas-Achenbach-Symbolfoto)


Die ultimative CHECKLISTE für eine gute und gelingende Öffentlichkeits- und Pressearbeit 


(c) by Thomas Achenbach, Redakteur, Blogger und Trauerbegleiter...

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Gibt es überhaupt eine Nachricht (also: Gibt es etwas „Neues“)?
Gibt es einen konkreten, tatsächlichen Anlass für Berichterstattung?

Beispiele: Neuer Termin Trauergruppe, neue Hospizeinrichtung, etc.
Eher ungeeignet: "Wir machen da immer soviel Gutes im Ehrenamt..."

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Oder gibt es einen anderen ebenso gut geeigneten Anlass für Berichterstattung? (Beispiele: Jahrestage, Welttage, etc.)

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Ist dieses Thema auch interessant für ein Nicht-Fachpublikum?

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Ist die Zielgruppe für dieses Thema/die Pressearbeit klar definiert?
(Wer ist mein Publikum? Die Allgemeinheit? Oder andere?)
Hintergrund: Das Zielpublikum macht das zu wählende Medium... 

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Lässt sich das jeweils passende Zielgruppen-Medium finden?
(Beispiel: Trauergruppe für Jugendliche - besser über Whatsapp etc., Trauergruppe für Erwachsene über klassische Medien, Zeitung, etc.)

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Braucht es eine klassische Pressemitteilung (im Folgenden: PM) dafür? Oder geht es auch über Soziale Medien? Reicht das ggf. aus?

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Ist die Pressemitteilung im gängigen Word-Format gespeichert?
Lässt sich der Text ganz einfach aus dem Dokument herauskopieren?

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Sind in der Pressemitteilung selbst alle Kontaktdaten des Absenders/des Presse-Beuaftragten mit angegeben?

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Beginnt die Pressemitteilung gleich sofort mit dem „Neuen“ ?
Steht es gleich zum Beginn ganz oben - nicht etwa erst am Schluss?

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Sind alle zum Verständnis notwendigen Hintergründe und alle grundsätzlichen Infos am Ende angefügt ("Infobox"/"Wer wir sind...")?

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Hat die Pressemitteilung einen journalistischen fetten Vorspann?
Ist ihre Aufmachung so wie ein üblicher journalistischer Artikel?

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Trägt die PM eine journalistische Headline und Subline?
Oder auf Deutsch: Überschrift und Unterzeile?

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Sind alle genannten Namen vollständig, also je Vor- und Nachname?

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Ist der Text der PM allgemeinverständlich (kein Fachdeutsch!)?

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Ist ein Bild im jpg-Format mit beigefügt/verfügbar (besser: Zwei)?

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Hat jedes angefügte Bild eine Mindestgröße von etwa 1 MB? 
Und ist nicht größer als maixmal 2 MB?

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Sind die Bildrechte für alle Veröffentlichungen wirklich geklärt?
Weiß der Urheber des Fotos, der Fotograf, was damit geschieht?

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Sind die auf dem Bild gezeigten Menschen damit einverstanden?

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Ist gleich in der PM eine erklärende Bildunterschrift mit eingebaut?

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Enthält die PM den Fotografennamen mit Vor- und Nachnamen?

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Enthält die PM rechtliche Hinweise zum Foto (frei/kostenlos, etc.)?

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Ist der komplette Text der PM nochmal in den Mailtext einkopiert?
(Weil: Nicht alle Word-Dokumente gehen überall durch die Firewall)

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Sind auch in der Mail/im Mailtext alle Kontaktdaten enthalten?

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Trägt die Mail einen eindeutigen Betreff (Pressemitteilung/Thema)?

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Ist der Mailtext mit Anrede und Bitte um Berichterstattung allgemein freundlich und offen und nett formuliert („bitten um… etc.“)?

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Verfügen Sie über einen gut gepflegten, ganz aktuellen Presseverteiler? Wissen Sie, wen Sie ansprechen müssen?

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Denken Sie auch daran, bei eventuell nötigen Korrekturen, Änderungen, etc., immer alle Originaldokumente neu mitzuschicken?

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Können Sie damit leben, dass Ihnen der redigierte Artikel/Beitrag nicht noch einmal zu Ihrer Korrektur vorgelegt werden wird?

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Haben Sie ihren eigenen Blog-/Facebook- oder Internetauftritt ebenfalls mit der neuen Pressemitteilung/den Bildern gepflegt?

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Können Sie damit leben,dass Sie von den Redaktionen, an die sie das alles verschicken, keinerlei Rückmeldung erhalten werden? 

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Werden Sie es bei maximal einer telefonischen Nachfrage belassen?

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Werden Sie trotz allem ihren Mut und die Kreativität behalten  ;-)) ?

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Gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit macht ein bisschen Arbeit - aber es bringt enorm viel.   (Thomas-Achenbach-Symbolfoto)


Und hier nun wie versprochen eine jüngstens verschickte Beispiel-Pressemitteilung, die ich per E-Mail an die hiesigen Medien geschickt hatte, mit drei zusätzlichen Symbolfotos dabei - von den Kollegen von der Tageszeitung habe ich ein Lob dafür bekommen, weil die Fotos sowohl im Hoch- also auch im Querformat aufgenommen waren....  Okay, zugegeben, DAS ist dann wirklich Strebertum. Also, so sah die PM aus:



Und hier kommen nun noch die drei angehängten Fotos - es gibt übrigens zwei Gründe dafür, warum ich drei Mal das scheinbar selbe Motiv mitgeschickt habe: Erstens der bereits erwähnte Wechsel zwischen Quer- und Hochformat (aus Erfahrung weiß ich, dass es an Hochformaten oft mangelt, während man mit Querformaten ganze Zeitungsseiten zupflastern könnte). Zweitens wechselt der Bär auf den Bildern die Blickrichtung. Das kann bei der Gestaltung von Zeitungsseiten ein wichtiges Kriterium sein. Muss das Foto nämlich ganz außen stehen, am Rand des Blattes, ist es kontraproduktiv, wenn die Blickrichtung des Bären aus der Zeitungsseite hinausführt. Das kann manche Leser dazu verleiten, ihren Blick - unbewusst - aus der Seite herausgleiten zu lassen. Besser ist es dann, die Dynamik auf den Text zu lenken. Das funktioniert natürlich umso besser, je dynamischer sich das Bildmotiv darstellt - ein fahrendes Motorrad hat mehr Power als, ähm, ein Teddybär aus Stoff, klar, zugegeben:





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Der Autor dieser Zeilen 
bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung). Er hält auch Vorträge zum Thema Trauer und Umgang mit Trauernden. Mehr Infos gibt es hier

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Männertrauergruppe in der Region Osnabrück: Offene Gruppe, Einstieg jederzeit möglich - alle Infos über die Gruppe gibt es hier

Ebenfalls auf diesem Blog: Warum blühende Kastanien für mich zu einem Symbol dafür geworden sind, dass sich Krisen auch überstehen lassen

Ebenfalls auf diesem Blog: Eine der schwierigsten Aufgaben in einem Trauerprozess - überhaupt begreifen zu können, was da geschehen ist - was das so schwer macht

Ebenfalls auf diesem Blog: Der Fluch der Tapferkeit - warum es Menschen in der modernen Gesellschaft so schwer fällt Trauer als etwas Normales anzuerkennen

Ebenfalls auf diesem Blog: Wer Öffentlichkeit will, muss sie selbst herstellen - Praxis-Tipps für gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Hospiz-, Trauer & Palliativinitiativen

Und im Kultur-Blog des Autors: Wie man als Autor vom Schreiben leben kann - Tipps für Hobbyautoren von einem echten Profi (und ein Plädoyer fürs Selfpublishing)


Dienstag, 12. Juni 2018

Die alte Teekanne meiner Oma als ein Symbol für die Beständigkeit von Erinnerungen und Geteiltem im Leben - aber auch als Symbol für viel erlebtes Leiden - Meine Juni-Fotos für die Mitmachaktion "Hoffnungsvoll und Seelenschwer..." (Bundesverband Trauerbegleitung)

Seit Jahrzehnten im Familienbesitz und nach wie vor im Einsatz - die alte Teekanne meiner Oma. Vermutlich fünfzig Jahre alt oder so ähnlich, das weiß keiner so genau.  (Thomas-Achenbach-Foto)

Osnabrück - Das meiste, was meine Oma einmal besessen hat, ist längst kaputt oder weggeworfen. Aber diese Teekanne hat es irgendwie geschafft, immer heile zu bleiben, immer bei mir zu bleiben und weiterhin ein Begleiter meines Lebens zu bleiben. Denn ich war es, der nach dem Tod meiner Oma in ihre kleine Wohnung einziehen durfte - als mein Auszug von Daheim in meine erste Alleine-leben-Wohnung, so hatte sie sich das gewünscht und so haben wir das dann auch umgesetzt. Einen Großteil des vorhandenen Haushaltes durfte ich praktischerweise auch gleich übernehmen. Und damit auch diese Teekanne, die ich schon als kleines Kind kennengelernt hatte. Für mich war diese Kanne: Irgendwie Oma. Und später dann: Irgendwie auch ich. Und das ist sie auch heute noch, beides, wenn ich jeden Samstag und Sonntag daraus meinen Wochenend-Frühstückstee trinke. Auch diese Teekanne ist, irgendwie: "Hoffnungsvoll und Seelenschwer". Und damit ist sie als Motiv prädestiniert für meine inoffizielle Teilnahme an dieser offiziellen Aktion...

Am Ende ihres Lebens bekam meine Oma unerwarteterweise noch ein paar zusätzliche Jahre geschenkt. Das entwickelte sich, wie ja fast alles im Leben, alles ganz ungeplant und chaotisch und hat uns alle irgendwie überfahren. So, dass wir da gar nicht so richtig hinterhergekommen sind. Aber am Ende war es wirklich gut - denn alles hatte sich erstaunlich gut gefügt. Weil ihre Herzinsuffizienz ihr zunehmend zu schaffen machte, hatten wir meine Oma aus ihrer Wohnung in Emmerich, wo sie alleine lebte, zu uns nach Osnabrück geholt, wo sie ein paar Tage bleiben und dann die geplante Operation in einer Klinik wahrnehmen sollte. Doch dazu kam es erst gar nicht: Noch Tage, sogar Wochen, vor dieser OP war meine Oma bei uns zuhause kollabiert und musste im Rettungswagen zur Notoperation in eine ganz andere Klinik gebracht werden. Ausgang: Unklar. Es stand alles Spitz auf Knopf und wir erlebten ein paar dramatische Stunden.


Dass ich für diese Fotoaktion die Chance hatte, mit einem Makroobjektiv viele Detailaufnahmen der Kanne versuchen zu können, habe ich als Bereicherung erlebt...  (Thomas-Achenbach-Fotos)

Aber es wurde alles gut. Und die Oma, die da aus dem Krankenhaus zurückkam, war plötzlich eine ganz andere ältere Frau als vorher. Aller Schwermut, alles an Aufgegebenhaben war plötzlich von ihr gefallen, eine ganz neue Lebensintensität und Lebenslust strömte spürbar aus ihrem ganzen Körper - und als wir ihr vorschlugen, eine neue Wohnung ganz in unserer Nähe zu suchen, wo sie alleine leben, aber uns doch erreichbar wissen konnte, nahm sie diese Idee dankbar an. Ich war damals gerade 19 Jahre alt und frisch im Zivildienst, meistens unterwegs und für meine Eltern war das alles natürlich maximaler Stress, wie sehr wirklich, das kann ich auch heute nur erahnen. Wir kaufen neue Möbel - ebenfalls recht mühsam, weil Osnabrück damals noch keinen eigenen Ikea hatte - und ein Umzugsunternehmen brachte einen Großteil des großmütterlichen Haushalts nach Osnabrück. Mit dabei: Die alte schicke Teekanne. Die mit den Jahren eine ganz neue Bedeutung für mich bekommen hat. 



Denn je älter ich selbst werde, desto nachvollziehbarer und verständlicher wird für mich, was für ein hartes Leben meine Oma eigentlich geführt haben muss. Ihr Mann, also mein leiblicher Opa, den ich nie kennengelernt habe, war im Zweiten Weltkrieg als Sanitäter eingesetzt und noch in den letzten Kriegstagen erschossen worden. Schlimm genug, aber dann musste meine Oma, hochschwanger mit meiner Mutter im Bauch, ihr Zuhause verlassen - der Niederrhein war heftigstes Kriegsgebiet, in Kleve und Emmerich und dem dazugehörigen Reichswald finden sich noch heute zahlreiche Zeugnisse davon. Die Schwangerschaft dürfte indes ein Segen gewesen sein - im hessischen Hochland, bei Biedenkopf, fanden die beiden eine neue Heimat und Unterschlupf. Und vor allem: Sicherheit. Nach dem Krieg dann der Wiederaufbau. Und doch blieb meine Oma alleine, also ohne neuen Partner, bis an ihr Lebensende. Hart. Traurig. Heute kann ich das  nachspüren. Als kleines Kind war mir die Tragweite natürlich nicht klar. Als Jugendlicher auch nicht wirklich. Heute stelle ich mir gerne vor, dass meine diese Teekanne vielleicht in einer Phase neuen Aufschwungs und neuer Sicherheit bekommen hat. Aber auch von Geheimnissen, die im Leben ungeteilt bleiben - alleine schon die Tatsache, dass niemand mehr genau weiß, wann diese Teekanne angeschafft wurde oder ob es ein Geschenk gewesen ist. Außerdem wird die Kanne für mich zu einem Symbol von Beständigkeit, geteilten Erinnerungen und Lebensmut. Damit ist sie irgendwie "auch Hoffnungsvoll und Seelenschwer". So wie diese Aktion hier. 



Denn der Bundesverband Trauerbegleitung (BVT) - in dem ich ebenfalls Mitglied bin - feiert seinen zehnten Geburtstag in Form einer kreativen Mitmachaktion, zu der noch bis zum Ende des Jahres alle, die Lust haben, zur Teilnahme aufgerufen sind. Auch ohne jeden Bezug zum Thema. Wobei es interessant sein kann, sich den BVT einmal näher anzugucken.



Gegründet mit dem Ziel, der Ausbildung zum Trauerbegleiter in Deutschland einen einheitlichen Lehrplan und ein einheitliches Zertifikat verschaffen zu können, versteht sich der Verband inzwischen als Sprachrohr und Interessenvertretung für alle Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise. Sie sind es auch, die sich zur Teilnahme an der Aktion eingeladen fühlen sollen (alle Infos gibt es unter diesem Link). Wer sich ganz kreativ beteiligen möchte, kann sogar versuchen, ganze 365 Beiträge beizusteuern. Also für jeden Tag eines Kalenderjahres einen. Der Kreativität und der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, allein das Oberthema der Aktion gilt es zu beachten:



Nämlich die Fragestellung: Was sind Kraftquellen, Stolpersteine, was trägt mich in meiner Achtsamkeit, was ist hilfreich für meine Selbstfürsorge? Was bringt Wut in den Bauch, was streichelt meine Seele? Was lässt mich stolpern und wobei schöpfe ich Kraft? Es geht darum, Gefühle und Ressourcen sichtbar zu machen. In Wort, Bild oder anderen kreativen Ausdrucksformen. Die Idee ist es, aus allen Einsendungen eine bundesweite Wanderausstellung zu schaffen. Gleichermaßen soll die Aktion dazu dienen, wieder fokussierter und konzentrierter durchs Leben gehen zu können. Denn dass sich auf den Smartphones die schnell gemachten Fotos häufen, diese aber kaum mehr wahrgenommen werden, ist ein Phänomen unserer Zeit.



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Alle Infos zur Aktion "Hoffnungsvoll und Seelenschwer" gibt es auf der BVT-Website....

Erster Beitrag zur Fotoaktion (Januar): Warum auch meine alten ausgelatschten Chucks eine Kraftquelle für mich sind

Zweiter Beitrag zur Fotoaktion (Februar): Kraftquelle Waldeswillen - wie sich ein alter und gestürzter Baum einfach nicht unterkriegen lässt und warum das so gut tut

Dritter Beitrag zur Fotoaktion (März): Kraftquelle Kulturerlebnisse - wie sich mein Leben mit allen Tiefern und Höhen auch in Eintrittskarten abbilden lässt

Vierter Beitrag zur Fotoaktion (April): Kraftquellen Fotografie, Kreativität & Gestaltung: Wie das Fotografieren mir den Zen-Buddhismus näherbringt

Fünfter Beitrag zur Fotoaktion (Mai): Warum blühende Kastanien für mich zu einem Symbol dafür geworden sind, dass sich Krisen auch überstehen lassen

Sechster Beitrag zur Fotoaktion (Juni): Die alte Teekanne meiner Oma als ein Symbol für die Beständigkeit von Geteiltem im Leben - und für erlebtes Leiden

Siebter Beitrag zur Fotoaktion (Juli): Kindheit, die erste Heimat auf dieser Welt - so voller Mysterien und doch so zerbrechlich - von der Wirkmacht der ersten Jahre

Achter Beitrag zur Fotoaktion (August): Eintauchen in andere Welten durch Rock-LPs und ihre Plattencover - wie mir die Vermischung zweier Künste durch die Zeit half

Neunter Beitrag zur Fotoaktion (September): Standfest, sicher und ausgesetzt - warum die Bäume auf einem Osnabrücker Berg einen so hohen Symbolwert haben 

Zehnter Beitrag zur Fotoaktion (Herbst, die erste): Warum eine fundierte Ausbildung für einen Trauerbegleiter so wichtig ist und warum in meiner Schlümpfe eine Rolle spielen

Elfter Beitrag zur Fotoaktion (Herbst, die zweite): Ein ganzes Leben unter bunten Buchdeckeln - Warum Blanko-Notizbücher eine Kraftquelle sein können

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Der Autor dieser Zeilen 
bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung). Er hält auch Vorträge zum Thema Trauer und Umgang mit Trauernden. Mehr Infos gibt es hier

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Männertrauergruppe in der Region Osnabrück: Offene Gruppe, Einstieg jederzeit möglich - alle Infos über die Gruppe gibt es hier

Ebenfalls auf diesem Blog: Die merkwürdige Beständigkeit der Dinge - warum das Wegwerfen von Sachen für Menschen in einer Trauerkrise erstmal nicht möglich ist

Ebenfalls auf diesem Blog: Eine der schwierigsten Aufgaben in einem Trauerprozess - überhaupt begreifen zu können, was da geschehen ist - was das so schwer macht

Ebenfalls auf diesem Blog: Der Fluch der Tapferkeit - warum es Menschen in der modernen Gesellschaft so schwer fällt Trauer als etwas Normales anzuerkennen

Ebenfalls auf diesem Blog: Wer Öffentlichkeit will, muss sie selbst herstellen - Praxis-Tipps für gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Hospiz-, Trauer & Palliativinitiativen


Ebenfalls auf diesem Blog: Wenn Töne und Texte die Seele ins Schwingen bringen, Teil #01: Serie über Trauer und Musik - die besten Songs und Alben über Trauer und Tod 

Und im Kultur-Blog des Autors: Was "Babylon Berlin" wirklich zu einer ganz besonderen Serie macht - und das ist nicht alleine Bryan Ferry von Roxy Music





Mittwoch, 6. Juni 2018

Trauerbegleiter und Blogger im Video-Interview... Warum Männer anders trauern, was ihnen gut tut und wo die Unterschiede liegen - Katy von Seelensport und ihr hervorragendes Video über die Messe "Leben und Tod" (und die Passage mit mir ist eher eine kürzere, zum Glück)

Interview auf der Messe Leben und Tod - zu sehen im Seelensport-Blog von Katy aus Österreich (Youtube-/Achenbach-Screenshot).

Osnabrück - "Ich blogge seit dem Februar 2016 und bin seither darum bemüht, dass jeden Mittwoch etwas Frisches online ist..." Auweia. Habe ich das wirklich so gesagt? Ja, das habe ich so gesagt. Zu hören und zu sehen ist das in einem Video, das Katy - also Katrin Biber - von Seelensport gemacht hat. Und das mir jetzt wieder die Chance gibt, einen neuen Blogbeitrag hochladen und auf diesen Film aufmerksam machen zu können - denn ob ich da nun drin bin oder nicht, ist gar nicht das wirklich Wichtige. Das wirklich Wichtige ist, dass Katy aus vielen der maßgeblichen Akteure in der Trauerbegleiter- und Hospizszene wie beispielsweise auch die hier bereits öfters erwähnte Mechtild Schroeter-Rupieper viele weiterführende, hilfreiche und allgemein verständnisvolle Botschaften herausgekitzelt hat. Deswegen lohnt sich dieses Video auch und gerade für Menschen in einer Verlustkrise. So lässt es sich finden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, zu diesem Video zu gelangen. Einerseits ist es bei Youtube hochgeladen und lässt sich dort direkt aufrufen. Durchaus lohnenswert ist aber auch der zweite Weg zu diesem Video: Denn der führt über Katys Blogbeitrag über Katys ihren diesjährigen Besuch und Auftritt auf der Messe "Leben und Tod", der ebenfalls lesenswert ist und in dem das Video am Ende eingebettet ist (hier klicken, führt dorthin). Wer das Interview mit der Bloggerin Sylke Szymura von "In lauter Trauer" und halt mit mir dort sehen möchte: Ab etwa 30 Minuten Laufzeit beginnt genau dieses Interview. Es ist übrigens bei dem diesjährigen Bloggertreffen entstanden, das auf der Messe Leben und Tod diesmal das zweite Mal stattgefunden hat - und das ich als wertvolle Ergänzung erlebt habe.



Katy im Gespräch mit Mechthild Schroeter-Rupieper (Youtube-/Achenbach-Screenshot).

Denn natürlich war ich schon vorher einmal über Katys Internetauftritt gestolpert, hatte mir ihre bewegende Geschichte durchgelesen (zu der härtesten in einer Reihe von Verlusterfahrungen gehört die Ermordung ihrer Schwester), hatte mich über ihre gute Idee gefreut, die Themen Sport und Trauer miteinander in Verbindung zu bringen (tatsächlich etwas, das manchen Menschen in einer Verlust- und Trauerkrise sehr gut tut, sei es auch nur ein Spaziergang während der oder als die Trauerbegleitung). Bei Silkes ebenfalls hervorragendem Blog hatte ich einmal bei einer Blogparade mitmachen dürfen, die ich insgesamt sehr gelungen fand (dieser Text - "Keine Sorge, alles ganz normal" - gehört noch immer zu den am meisten bei mir gelesenen) und es war spannend, sich dann auch mal persönlich kennenlernen zu können. Ich kannte beide bisher nur "digital". Das war übrigens ohnehin eines der geflügelten Worte auf der Messe Leben und Tod dieses Jahr: Ach Du bist das, ja, wir kennen uns ja über Facebook. Oder: Über das Internet. Tja, dieses Internet. Wie Silke in ihrem eigenen Vortrag sehr gut darstellen konnte, ist das weltweite Netz in Sachen Trauerkultur eine wertvolle Ergänzung, eben weil es auch nicht an zeitliche Beschränkungen gebunden ist. Wer als Mensch in einer Trauer und Verlustkrise jetzt sofort Anschluss braucht - oder Infos oder Menschen, denen es ähnlich geht -, wird dort fündig werden, jederzeit, durch ein paar Mausklicks und ein paar Suchbegriffe. 


Und wer an alledem jetzt auch teilhaben möchte, hat auf Katys Blog jetzt zudem die Möglichkeit, einen Messestreifzug über die Leben und Tod erleben zu können, auch wenn er eben nicht selbst dort gewesen ist - witzig übrigens, dass Katy mit der Meinung konfrontiert worden ist, oh, eine Messe über solche Themen, da geht es bestimmt immer ganz melancholisch, getragen und schwer zu... Nun ja... Wer schon einmal selbst durch Bremer Messehallen geschlendert ist, der wird vielleicht selbst erfahren haben: Ja, die Themen sind hart, ja, manchmal muss man schlucken, aber, nein, auch hier wird gelacht, gelebt, genossen - vielleicht sogar ein bisschen mehr als auf anderen Messen. Denn wer das Leben von seinem Ende aus betrachtet, weiß eben um seine Kostbarkeit. So. Und jetzt muss der Blogbeitrag aber auch raus. Warum? Naja, weil: "Ich blogge seit dem Februar 2016 und bin seither darum bemüht, dass jeden Mittwoch etwas Frisches online ist..." Und der Mittwoch ist fast vorbei. Auweia. 

Hier nochmal die Links: 

- Link 1 - Hier klicken, um direkt und ohne Umweg zum Messevideo zu kommen.
- Link 2 - Hier klicken, um zu Katys Beitrag über die Messe zu kommen.

In einem anderen Vortrag - ebenfalls auf Youtube zu finden - hat Katy ihr Seelensport-Projekt vorstellen dürfen und erzählt auch von der Ermordung ihrer Schwester.  (Youtube-/Achenbach-Screenshots).


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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor des Buches "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag, 17 Euro, erschienen im März 2019. Mehr Infos gibt es hier.

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