Freitag, 20. Dezember 2019

Eine bewegende Geschichte rund um das Jahresende: Wie eine gestorbene Tochter und der ihr gewidmete Internetbeitrag der ganzen Welt bewiesen, dass das Netz mehr kann als nur Hass: #einElefantfürDich - Neue Folge meiner Serie über Trauer und Musik: Wenn Töne und Texte die Seele ins Schwingen bringen, Teil #04

Osnabrück - Das Internet kann mehr als nur Hass und Verachtung. Eine der berührendsten Geschichten, die das Netz geschrieben hat, ist die von dem Popsong "Ein Elefant für Dich" der deutschen Indierockgruppe "Wir sind Helden". Da stirbt ein vierjähriges Mädchen - und die darüber bloggende Mutter erhält plötzlich unerwartete und hochprominente Unterstützung. Damit ist diese Geschichte rund um den Hashtag #einElefantfuerdich ein Muss für meine vor kurzem gestartete Serie über Trauer und Musik. Es ist eine Geschichte darüber, wie Trauer ist und was sie mit uns macht. Und warum es so wichtig sein kann, sie zuzulassen. Deswegen ist die Geschichte so bedeutsam und bleibt es jetzt noch, drei Jahre nach ihrem Geschehen.

Sie war die "erste Kaiserin", die schwerstbehinderte Tochter der Bloggerin Marice Kaiser aus Berlin. In ihrem Blog mit dem Namen "Kaiserinnenreich" berichtet die Mutter zweier Kinder über das nicht immer leichte Familienleben - übrigens auch weiterhin. Allen, die sich als berufstätiges Elternteil von ihrem Leben generell mal überfordert fühlen, sei beispielsweise ihr Artikel über "Das Unwohlsein der modernen Eltern" empfohlen (heißt eigentlich "der modernen Mutter" und richtet sich nur an Frauen, war aber für mich als generall mal überforderten Vater genauso lesenswert, deswegen nahm ich mir die Freiheit einer Namensanpassung). Kurz nach Weihnachten vor drei Jahren, am 30. Dezember 2016, starb die vierjährige erste Kaiserin im Alter von vier Jahren. Und Marice Kaiser ließ ihrer Trauer freien Lauf - in einem mittlerweile nicht mehr verfügbaren Blogbeitrag berichtete sie von ihrem Schmerz und dem, was der Tod ihrer Tochter in ihr ausgelöst hatte. Und sie fügte ein paar Zeilen aus dem Lied "Ein Elefant für Dich" mit dazu - tatsächlich ein paar Textzeilen, die einem den Hals immer wieder aufs Neue zuschnüren können:


(Alle Fotos: Thomas Achenbach)

"Ich werde riesengroß für dich, ein Elefant für dich, ich trag dich meilenweiter, über's Land - und ich trag dich so weit wie ich kann". Gefolgt von der Textstelle, die mich persönlich jedes Mal aufs Neue tief im Inneren berührt: "Und am Ende des Wegs, wenn ich muss - trage ich dich, trag' ich dich über den Fluss." Denn, mal ehrlich, wir alle, die wir einen Menschen, vielleicht auch einen kleinen Menschen, wirklich lieb haben: Würden wir das nicht alle tun bzw. es tun wollen? Sofern es möglich ist? Meilenweiter gehen, ausloten, was dieses Schicksal an letzter Energie in uns freisetzen kann, den Menschen soweit begleiten, wie es irgendwie geht? Und nicht mehr als das steckt in diesen Textzeilen darin. Doch geht die Geschichte damit erst richtig los. 


Und dann kam Judith Holofernes persönlich


Denn kurz nachdem Marice Kaiser ihren Artikel veröffentlicht hatte, meldete sich die Sängerin der Band "Wir sind Helden", Judith Holofernes, und schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: "Ich bin sprachlos, kann nicht aufhören zu weinen. Mein Elefant soll immer #einElefantfuerDich sein, und für euch." Die Twitternachricht verbreitete sich rasant. Das Internet hatte einen neuen viralen Erfolg, aber es war mehr als das. Denn die Anteilnahme war gewaltig. Jeder, der seine Solidarität mit der Familie bekunden wollte, stellte unter dem Hashtag #einelefantfuerdich zum Beispiel Fotos von Elefanten oder ein paar Zeilen der Anteilnahme für das verstorbene Mädchen und seine Familie ein. Für ein paar Tage gab es im Netz des Hasses und der Bösartigkeit mal nichts als Zuneigung, Zuwendung und Menschlichkeit. Und eine Ahnung davon, was Trauer mit uns Menschen machen kann und warum es so wichtig ist, davon zu wissen. Ich habe mit Marice Kaiser keinen Kontakt und kenne sie nicht, aber ich könnte mir vorstellen: Auch jetzt noch geht die Trauer tief, drei Jahre nach dem Tod, auch wenn sich das sicher kaum jemand vorstellen kann, der so etwas noch nicht selbst erlebt hat. Kein Mensch kennt diese Gebirge der Trauer, der noch nicht seine Schroffheit selbst gespürt hat. 


Zwar ist der Original-Blogbeitrag über den Tod der "Ersten Kaiserin" nicht mehr verfügbar - vielleicht war es der Familie am Ende doch etwas zuviel der Öffentlichkeit und es brauchte wieder mehr Privates -, doch findet sich in einem Artikel des Sterns über diese Ereignisse noch das folgende Zitat aus diesem Text: "Am 30. Dezember 2015 ist unsere Tochter in unseren Armen eingeschlafen und gestorben", habe sie geschrieben, zitiert der Stern. "Wir sind fassungslos und traurig - und unendlich dankbar, vier Jahre und zwei Monate mit ihr gelebt haben zu dürfen. Wir wünschen uns kein Beileid; wir möchten uns lieber darüber freuen, dass sie da war. Dass sie uns verzaubert hat und glücklich mit uns war."

Und am Ende des Wegs, wenn ich muss - trage ich dich, trag' ich dich über den Fluss.

Die besten Songs & Alben über Trauer und Tod - die ganze Serie:


  1. Folge 1 - Auftakt mit Mumford & Sons, Genesis, Eric Clapton - hier klicken
  2. Folge 2 - Auf dem Rücksitz, mitten in der Trauer, Arcade Fire - hier klicken 
  3. Folge 3 - Ein alter Mann, der in einem Raben die gestorbene Schwester entdeckt




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Über diese Serie: Musik ist meine größte Leidenschaft. Die Trauerbegleitung ist eine meiner Professionen und eine meiner Tätigkeiten. Beide Themen zu vermischen, das habe ich schon lange vorgehabt. Jetzt ist eine gute Zeit dafür. Denn in den vergangenen Jahren habe ich emsig gesammelt: Ganz viel Musik über Trauer und Schmerz. Songs, Alben, Orchesterwerke; dazu ganz viele Geschichten, die sich in diesen Tönen und Texten verstecken. Seine eigene Trauer über Musik kreativ auszudrücken, das hat für Komponisten Tradition - überwiegend für männliche Komponisten, übrigens, aber dazu ein andermal mehr. Manchmal führt ein einziger Tod sogar zu mehreren Songs darüber. 

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor des Buches "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag, 17 Euro, erschienen im März 2019. Mehr Infos gibt es hier.

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 

Ebenfalls auf diesem Blog: Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen - was alles möglich sein kann, wenn Menschen in einer Verlustsituation das wollen

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Ebenfalls auf diesem Blog: Keine Sorge, alles normal - was Trauernde in einer Verlustkrise alles so tun und warum einem das nicht peinlich sein sollte

Ebenfalls auf diesem Blog: Tango auf der Trauerfeier, die Trauerrede als Audiodatei - was heute bei modernen Trauerfeiern alles möglich sein sollte

Ebenfalls auf diesem Blog: Der Fluch der Tapferkeit - warum es Menschen in der modernen Gesellschaft so schwer fällt Trauer als etwas Normales anzuerkennen

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Freitag, 13. Dezember 2019

Wie die menschliche Sterbeuhr alle in diesem Jahr bereits Gestorbenen misst und wo sie zu finden ist - und warum die dazugehörige Website verständnisvolle Inspirationen für Trauernde geben kann

Osnabrück - Wer hätte das gewusst? Alle 33 Sekunden stirbt, statistisch gesehen, ein Mensch in Deutschland. Das macht pro Stunde etwa 108 gestorbene Menschen. Und wer wissen möchte, wieviele Menschen in diesem Jahr bereits gestorben sind, kann sich jetzt auf einer neuen Website die so genannte Sterbeuhr ansehen, die einem das in eindrucksvoller Weise und immer ganz aktuell zeigt. Doch das damit verbundene Online-Magazin "Trauer now" ist noch aus einem ganz anderen Grund ein empfehlenswerter Lesetipp (zu erreichen über diesen Link hier). 

Denn in mehreren Artikeln auf diesem Portal gibt es wertvolle Impulse und viele Anregungen für Trauernde - und für die Menschen, die sie begleiten, sei es als Angehörige oder Freunde oder Kollegen. Ergänzt wird das Angebot um berührende Porträts von Menschen, die mit den Themen Tod, Trauer und Sterben und zu tun haben. Darunter ist beispielsweise der Sternekoch Vincent Klink, der Tipps für das "Totenmahl" gibt. Anregungen für hilfreiche Trauer-Rituale in und eine Linkliste für weitere Angebote runden die Website ab. Aber wer steckt dahinter?


Sie tickt für bzw. in jedem Menschen: die menschliche Sterbeuhr (alle Fotos: Thomas Achenbach). 

Als Macher des Onlineportals fungiert die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., die sich - ausgehend vom Kasseler Museum für Sepulkrakultur -  für eine neue Trauerkultur in Deutschland einsetzt. In einer Pressemitteilung über die "Trauer Now"-Website heißt es dazu: Tod und Trauer sind in der Gesellschaft in vielen Bereichen immer noch tabu, viele sind darauf nicht vorbereitet, viele damit allein. Es braucht eine neue, respektvolle, öffentliche Diskussion darüber, wie eine heilsame Trauer besser gelingen kann – wie aus ihr eine unbelastete Erinnerung werden kann. Was muss sich dafür verändern? Antworten darauf sollen sich der Mitteilung zufolge auf dem Portal finden. Hier sollen zudem neueste, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse präsentiert werden, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Und dass es wichtig sei, dieses Thema immer wieder ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Warum?


Es braucht mehr Orte zum Trauern


"Trauer ist etwas, über das wir ungern sprechen, aber sie geht uns früher oder später alle an", wird der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft und Direktor des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur in Kassel, Dirk Pörschmann, zitiert. Das Problem sei jedoch: Viele sind auf Trauer nicht vorbereitet. Dann zieht es ihnen nochmal in besonderer Weise den Boden unter den Füßen weg. Deswegen sei es so wichtig, eine Trauerkultur zu etablieren, "die die Hinterbliebenen in den Mittelpunkt rückt", wie es Dirk Pörschmann weiter sagt: "Wir wollen Inspirationen geben, wie der Abschied von geliebten Menschen wahrhaftig, würdevoll und heilsam gelingen kann." Fast 955 000 Menschenn sterben insgesamt jedes Jahr. Rechnet man pro gestorbenem Menschen eine statistisch wahrscheinliche Größe von 1,5 Trauernden hinzu, ergibt sich eine gewaltige Menge an Betroffenen - jedes Jahr aufs Neue. "So brauchen Menschen beispielsweise Orte, an denen sie mit ihrer Trauer so frei umgehen dürfen und können, wie es ihnen gut tut", sagte Pörschmann. Menschen benötigten auf dem Friedhof Beisetzungsorte, die einen positiven und lebendigen Trauerprozess ermöglichen.


Doch gerade die Friedhöfe sind es, die aktuell in die Kritik geraten sind. Auf dem 2019 in Köln stattfindenden Kongress "Heilsame Abschiede" stellten zwei Soziologen eine Studie vor, die zu dem eindeutigen Ergebnis kommt: Der Friedhof könnte ein Auslaufmodell sein, wenn sich dort nicht bald etwas ändert. Eine umfangreichere Berichterstattung zu diesem Thema findet sich unter anderem bei der Neuen Osnabrücker Zeitung (registrierungspflichtig) oder ebenfalls beim Portal Trauer Now unter diesem Link.... 

Übrigens: Lust drauf, diesen Blog auch als Podcast zu hören? Dann bitte hier klicken für die Übersicht über alle bisher veröffentlichten Episoden, darunter meine Interviews mit dem Buchautoren Pierre Stutz, dem "Letzte Lieder"-Macher Stefan Weiller und dem Trauer-Chat-Moderator und Ex-Spielsüchtigen Kai Sender....

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor des Buches "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag, 17 Euro, erschienen im März 2019. Mehr Infos gibt es hier.

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 

Ebenfalls auf diesem Blog: Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen - was alles möglich sein kann, wenn Menschen in einer Verlustsituation das wollen

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Ebenfalls auf diesem Blog: Keine Sorge, alles normal - was Trauernde in einer Verlustkrise alles so tun und warum einem das nicht peinlich sein sollte

Ebenfalls auf diesem Blog: Tango auf der Trauerfeier, die Trauerrede als Audiodatei - was heute bei modernen Trauerfeiern alles möglich sein sollte

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Donnerstag, 5. Dezember 2019

Ein alter Mann, der in einem Raben seine gestorbene Schwester wiederentdeckte und andere traurige Geschichten - Wenn Töne und Texte die Seele ins Schwingen bringen, Teil #03: Serie über Trauer und Musik - die besten Songs und Alben über Trauer und Tod #3

Osnabrück - Menschen, die einen anderen Menschen verloren haben, tun manchmal Dinge, von denen sie sich vorher nie hätten vorstellen können, dass sie sie tun. Dass sie mit ihren Toten in einen Dialog treten und mit ihnen reden, kommt relativ oft vor. Manche Trauernde berichten aber auch davon, dass sie sich wie in einer Art Zwischenreich fühlen. Ob sie dort auch sowas wie Geister sehen? Mit dieser Idee beschäftigt sich jedenfalls das Rockalbum "The Raven That Refused To Sing" des Musikers Steven Wilson, der nicht nur in Musikkreisen als eine Art Überfigur des modernen Progressive Rocks gehandelt wird. Tod und Trauer sind zentrale Motive seiner Arbeit. Anlass genug, seine Werke zum Thema meiner Serie über Trauer und Musik zu machen.

Wenn ein Mensch in eine Extremsituation gerät, die seinen Verstand ebenso überfordert wie das gesamte menschliche System, können sich die Grenzen zwischen Realität und Fantasiewelt schnell auflösen. Auch der Tod eines einem nahenstehenden Menschen oder einfach nur der Tod als Ereignis an sich kann eine solche Extremsituation auslösen. Sein Vater war gerade gestorben, als er mit dem Album "The Raven That Refused To Sing" beschäftigt war, so berichtete es Steven Wilson der Frankfurter Rundschau in einem Interview aus dem Jahr 2017. Unter anderem deswegen habe er sich mit der Frage beschäftigt, was die massive Sehnsucht nach einem gestorbenen Menschen alles auslösen könnte. Und dass es vorkommen könnte, dass einem - zumindest in der Phantasie - Geistwesen und Fabelwesen begegnen. Dass ausgerechnet der Rabe zur Titelfigur des Albums geworden ist, ist da ein naheliegender Schritt: Raben gelten prinzipiell als Todesboten. Und der britische Dichter Edgar Alan Poe ist auch nie weit entfernt, wenn es um (Song-) Texte über Raben geht. Sicher kein Zufall. 


Eine gute Kombination: Trauer und Musik (alle Fotos: Thomas Achenbach).


Ein alter Mann, der in einem Raben seine verstorbene Schwester zu entdecken glaubt. Ein Straßenmusiker, der eigentlich längst gestorben ist, bloß dass es keiner merkt. Ein Uhrmacher, der nach Jahrzehnten der Ehe seine Frau ermordet, bloß dass sie ihm auch danach nicht von der Seite weichen will. Das sind drei der insgesamt fünf Geschichten, die das Album unter anderem erzählt. Wobei sich Steven Wilson zur musikalischen Vertonung dieser Stoffe eines breiten Spektrums an Einflüssen und Stilmitteln bedient. Das Ergebnis ist eine sehr spannende Mischung aus Pop, Rock, Jazz und gelegentlichen Metal-Würzungen. Wer sich also noch nicht allzu intensiv mit dem Genre des Progressive Rocks beschäftigt hat - und wem die hier als Übervorbild immer durchwirkende Rockband "King Crimson" nichts sagt -, dem sei dringend empfohlen, das Album in einer anderen Reihenfolge zu hören als so, wie die Titel hier angeordnet sind. Jedenfalls nicht mit dem zu Beginn stehenden "Luminol" als ersten Track, denn dessen frickeligere Jazz-Anmutungen sind schon die Sorte Musik, in die man sich ein bisschen reinhören muss. Da ist ein bisschen Mitarbeit beim Zuhörer gefordert. Anders als bei dem ebenso eingängigen wie intensiven "Drive Home". 



Wobei die Geschichte, die dieser fast romantisch-melancholische Song erzählt, erstmal schwer zu knacken ist - und wie es sich für einen richtig guten Song gehört, ist sein Text durchaus offen für Interpretationen und ließe mehrere Deutungsmöglichkeiten zu, so dass letztlich viele Hörer an irgendeiner Stelle andocken und sich etwas für sich rausziehen können. Doch hat Steven Wilson selbst in einem Interview beschrieben, wie der Song gemeint ist: Er beschreibt den Zustand eines schweren Traumas nach einem Unfall, eines Traumas, bei dem die brutale und monströse Realität des Erlebten durch seelische Schutzmechanismen automatisch weggeblockt, abgespalten und schlicht nicht wahrgenommen wird.


Worum es wirklich geht: Ein Trauma nach dem Autounfall


In manchen Textfragmenten dieses Lieds wird klar, dass es offenbar einen Unfall gegeben haben muss, bei dem sich ein Auto überschlagen hat. Dabei muss wohl die Frau tödlich verunglückt sein, der Mann hingegen hat den Unfall überlebt. Und nun trägt er über die kommenden Jahre schwer daran, überhaupt zu verstehen, was geschehen ist und es kommt ihm meistens so vor, als sei er immer noch im Auto und einfach nur auf dem Weg nach Hause - und die Frau, die gerade noch neben ihm gesessen hat, ist einfach verschwunden. Ohne dass das Auto gehalten hätte oder die Türen auf- oder zugegangen wären. So in etwa ließe sich der Text verstehen. Verpackt in eine einen hinwegspülende Musik, wird ein kleines Erlebnis aus dem Song.




Ebenso wie bei dem von tiefer Traurigkeit vollgesogenen Titeltrack "The Raven That Refused To Sing", ein sich auf fast acht Minuten ausdehnendes Stück mit wachsendem Pathos, das nach dem Anhören noch lange im Kopf bleibt (beim zuletzt erlebten Konzert von Steven Wilson in Hamburg bildete es den kongenialen Abschluss). Das Erstaunlichste aber ist, wie sehr es Wilson hier gelingt, Gefühle in Musik zu übersetzen: Diese knapp acht Minuten sind vertonte Gram und Einsamkeit, sicher keine besonders geeignete Musik für nebelgraue Novembertristesse, manchmal schwer zu ertragen - aber gerade deswegen so wertvoll. Denn so, wie diese Musik klingt, kann es den Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise manchmal gehen, so kann sich das anfühlen. Und wer das noch nie erlebt hat, versteht nach dem Hören dieses Songs vielleicht ein bisschen besser, wie das so ist. 


Die besten Songs & Alben über Trauer und Tod - die ganze Serie:


  1. Folge 1 - Auftakt mit Mumford & Sons, Genesis, Eric Clapton - hier klicken
  2. Folge 2 - Auf dem Rücksitz, mitten in der Trauer, Arcade Fire - hier klicken 
  3. Folge 3 - Ein alter Mann, der in einem Raben die gestorbene Schwester entdeckt

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Über diese Serie: Musik ist meine größte Leidenschaft. Die Trauerbegleitung ist eine meiner Professionen und eine meiner Tätigkeiten. Beide Themen zu vermischen, das habe ich schon lange vorgehabt. Jetzt ist eine gute Zeit dafür. Denn in den vergangenen Jahren habe ich emsig gesammelt: Ganz viel Musik über Trauer und Schmerz. Songs, Alben, Orchesterwerke; dazu ganz viele Geschichten, die sich in diesen Tönen und Texten verstecken. Seine eigene Trauer über Musik kreativ auszudrücken, das hat für Komponisten Tradition - überwiegend für männliche Komponisten, übrigens, aber dazu ein andermal mehr. Manchmal führt ein einziger Tod sogar zu mehreren Songs darüber. 

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor des Buches "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag, 17 Euro, erschienen im März 2019. Mehr Infos gibt es hier.

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Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 

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Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Ebenfalls auf diesem Blog: Keine Sorge, alles normal - was Trauernde in einer Verlustkrise alles so tun und warum einem das nicht peinlich sein sollte

Ebenfalls auf diesem Blog: Tango auf der Trauerfeier, die Trauerrede als Audiodatei - was heute bei modernen Trauerfeiern alles möglich sein sollte

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Donnerstag, 28. November 2019

Zwischendurch ein aktueller TV-Tipp: Der Sender rbb zeigt am 1. 12. 2019 erstmals im frei verfügbaren Fernsehen die eindrucksvolle Dokumentation "Überall wo wir sind"

Osnabrück - Zugegeben, die Uhrzeit könnte besser liegen - aber was früher der Videorekorder leistete, kann heute eine externe Festplatte mit Programmierfunktion übernehmen, also lässt sich der Film ggf. auch aufnehmen. So oder so: Am 1. 12. 2019 (also am Sonntag) zeigt der TV-Sender rbb um 23:05 Uhr die Dokumentation "Überall, wo wir sind", bei der die Filmemacherin Veronika Kaserer den Sterbeprozess eines jungen Tanzlehrers begleitet hat. Unaufdringlich und immer ganz nah dran am echten Leben.

Mit das Eindrucksvollste an diesem Film ist, dass er einem so ganz nebenbei vermitteln kann, was Trauer eigentlich ist und was sie mit Menschen macht. Aber ganz unaufgeregt und ganz ohne ausgefahrenen Zeigefinger. In einem Interview, das ich ich mit ihr durchführen durfte, hatte mir die Filmemacherin vor ein paar Jahren geschildert, wie es zu diesem Projekt gekommen war und warum sie auch noch ihr eigenes Geld hatte hineinstecken müssen. Auch wenn es sich vielleicht nicht unbedingt finanziell gelohnt hat, machte der Film in den vergangenen Jahren mehr und mehr seine Runde durch die deutschen Kinos - inzwischen er zudem einen Sonderpreis des Bundesverbands Trauerbegleitung erhalten (Transparenzhinweis: In dem ich ebenfalls Mitglied bin). 

Hier geht es zu meinem Interview mit Veronika Kaserer und zu meinem Blogbeitrag über den Film "Überall wo wir sind".


Heiko Lekutats letzter Gruß, nur einige Stunden vor seinem Versterben am 15. Februar 2017 - mit dieser Szene beginnt die Dokumentation (Filmstill "Überall wo wir sind").

Und wer sich den Film lieber genau dann ansehen möchte, wann und wie er (oder sie) es mag, hat über den Streamingdienst Amazon Prime die Chance dazu - hier ist der Film zu einem Verleihpreis von aktuell 3,99 Euro für 48 Stunden ausleihbar. 

Übrigens: Lust drauf, diesen Blog auch als Podcast zu hören? Dann bitte hier klicken für die Übersicht über alle bisher veröffentlichten Episoden, darunter meine Interviews mit dem Buchautoren Pierre Stutz, dem "Letzte Lieder"-Macher Stefan Weiller und dem Trauer-Chat-Moderator und Ex-Spielsüchtigen Kai Sender....

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Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 

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Donnerstag, 14. November 2019

Ein Film über Trauer, der helfen soll, die Prozesse trauernder Eltern beim Verlust eines Kindes besser zu verstehen - FH-Student dreht Animationsfilm zum Thema Trauerarbeit und sucht noch Unterstützung - Intensive Recherche & hochprofessionelle Technik in Kombination / Hilfe für Sternenkind-Eltern

Aachen/Osnabrück - Einen Animationsfilm zu drehen, der seinen Zuschauern nachfühlbar das Thema Trauer vermitteln soll - das ist ein spannendes studentisches Abschlussprojekt, das gerade an der Fachhochschule Aachen umgesetzt wird. Der Animationsfilm „The Last Sketch“ soll 23 Minuten lang sein und soll im Sommer 2020 als fertiger Film vorliegen. Dabei scheut "The Last Sketch" nicht vor einer sehr ernsten Thematik zurück: Das eigene Kind liegt im Sterben. Für die Eltern geht es jetzt darum, alles richtig zu machen, richtig für ihr Kind. Doch Mia und Teo, die beiden Eltern im Film, haben ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, was das Wort „richtig“ bedeutet.

Die Fäden in der Hand hält der Student Edgar Huebert (27), dessen Masterarbeit der Film am Ende sein wird. Seine Filmcrew besteht aus Kommilitoninnen und Kommilitonen. Doch wer die Dreharbeiten besucht, der kommt sich einer Pressemitteilung der FH Aachen zufolge vor wie in einem professionellen Hollywood-Trickfilmstudio. So trägt der Schauspieler Marvin beispielsweise einen so genannten Motion-Capture-Suit, einen Anzug also, der seine Bewegungen genau erfasst und aufzeichnet, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Um zu testen, ob das angeschlossene Computersystem Marvins Bewegungen korrekt erfasst, führt er abwechselnd erst seine linke, dann seine rechte Hand zum Fuß. Ein 3-D-System verarbeitet diese Bewegungsdaten weiter – am PC sehen die Betrachter jetzt eine Figur, die sich so bewegt wie Marvin. Zwei dieser High-Tech-Anzüge hat die FH Aachen extra für dieses Filmprojekt angeschafft, aber natürlich sollen sie auch in späteren Filmarbeiten noch eingesetzt werden.


Dreharbeiten mit Motion-Capture-Suit... (Alle Fotos: Aline Papenheim)


Mit der Technik scheint alles zu funktionieren: Jetzt wird die geplante Szene gedreht. Der Schauspieler Marvin wird zur Computerfigur, die Edgar Huebert später am PC in den animierten Hauptcharakter „Teo“ verwandelt. Damit Teos Emotionen im Film möglichst authentisch wirken, erfasst Edgar außerdem Marvins Mimik – jede noch so kleine Regung im Gesicht soll festgehalten werden.  Zur Vorbereitung auf seinen Film hat Edgar intensive Gespräche mit Therapeuten geführt, aber auch mit Eltern, die tatsächlich ein Kind verloren haben. „Ich hatte Angst davor, die Realität nicht angemessen abzubilden und den Hinterbliebenen nicht gerecht zu werden.“ 




Was er erfahren hat ist das, was in diesem Blog und in meiner Arbeit auch immer wieder die wichtigste Rolle spielt und was einfach nicht oft genug betont werden kann: Trauer ist ein ganz individueller Prozess. „Alles, was den Betroffenen hilft und ihnen guttut, ist richtig“, wird Edgar Huebert in der Pressemitteilung zitiert. Und in seiner Filmbeschreibung sagt der Student dazu: "Dies betrifft jegliches Zeigen und auch Verbergen der Emotionen, lachen, schreien, gegen die Wand treten, die Sachen des verstorbenen Kindes behalten oder auch wegwerfen, E-Mail-Konten der Kinder weiterführen etc... Jeder muss für sich selbst seinen eigenen Umgang mit dem Tod finden. Leider fehlt hier noch das Verständnis der Öffentlichkeit."




Denn oft reagierten Außenstehende mit Unverständnis auf die jeweiligen Prozesse der Trauerbewältigung, wenn diese nicht den eigenen Erwartungen entsprechen. Es geht also um Kommunikation, um Gefühle und besonders die kleinen, manchmal kaum wahrnehmbaren, Feinheiten im Umgang miteinander. „Im Film sollten Mimik und Gestik der animierten Charaktere möglichst nah an der Realität dargestellt werden.“ Deshalb habe sich Edgar Huebert dafür entschieden, mit realen Menschen und der Motion-Capturing-Technik zu arbeiten. „So können die gewünschten Emotionen aus der Realität am besten in die Animation transportiert werden.“ 


Das Filmemachen ist für ihn übrigens nichts Neues. Bereits im Wintersemester 2016/17 hat Edgar Huebert einen Animationsfilm mit dem Titel „Der Abgrund“ an der FH Aachen produziert. Der Film wurde gleich mehrmals prämiert: beim AS Filmfestival in Rom mit dem Sonderpreis und bei den European Cinematography Awards in den Kategorien „Best Sounddesign“ und „Best Animation Short“.


Spender gesucht


Jetzt gilt es, den Film fertigzustellen, aber dabei gibt es noch ein Problem: Das Geld: „Das Equipment, das ich ab jetzt benötige, kann ich mir privat nicht leisten. Es kommen außerdem Ausgaben für Synchronsprecher und Tonstudios hinzu.“ Deshalb hat er nun eine Crowd-Funding-Kampagne gestartet; Menschen, Unternehmen und Organisationen, die vom Konzept seines Films überzeugt sind, können ihn finanziell dabei unterstützen, sein Projekt abzuschließen. Zwar wird Edgar Huebert beispielsweise vom "Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V.", dem VEID,  sowie vom Deutschen Bundesverband für Trauerbegleitung unterstützt, doch geht es dabei mehr um eine Unterstützung in Sachen Hintergrund und Promotion, nicht aber in finanzieller Hinsicht (wer den Film mitfinanzieren möchte, kann das unter diesem Link hier tun). 

Wer einen Blick hinter die Dreh-Kulissen zu „The Last Sketch“ bekommen möchte, kann sich auf der Video-Plattform vimeo einen kleinen Film dazu ansehen, unter diesem Link: fhac.de/TheLastSketch.

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor des Buches "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag, 17 Euro, erschienen im März 2019. Mehr Infos gibt es hier.

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Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und mit Trauer - was Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise hilft und was man Trauernden sagen kann 

Ebenfalls auf diesem Blog: Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen - was alles möglich sein kann, wenn Menschen in einer Verlustsituation das wollen

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Ebenfalls auf diesem Blog: Keine Sorge, alles normal - was Trauernde in einer Verlustkrise alles so tun und warum einem das nicht peinlich sein sollte

Ebenfalls auf diesem Blog: Tango auf der Trauerfeier, die Trauerrede als Audiodatei - was heute bei modernen Trauerfeiern alles möglich sein sollte

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Samstag, 2. November 2019

Für ein persönliches Kennenlernen, hier eine Liste meiner kommenden Termine: Ein Zwischenstand, was meine aktuellen Tätigkeiten angeht / als Notiz zwischendurch

Osnabrück - Einen ganzen Sommer und den halben Herbst lang habe ich jetzt intensiv an einem neuen Manuskript gearbeitet. Im März hatte ich bereits mit der Recherche begonnen und war viel unterwegs dafür... mit allen Folgen, die eine solche Aufgabe so hat für Berufs-, Nebenberufs-, Ehrenamts-, Familien- und Privatleben... Puh, durchaus nicht unanstrengend!! Aber jetzt steht erstmal etwas anderes an: Ich bin mit meinem im März erschienen Buch über Männertrauer unterwegs. Darauf freue ich mich. 

Den Auftakt durfte ich vor kurzem in Braunschweig mit einem Workshop absolvieren, jetzt sind in der kommenden Woche ein Mal Augsburg (Vortrag über Männertrauer) und München (mit zwei Veranstaltungen) dran. Die Vorbereitungen laufen, derweil mich ein aufmerksamer Leser meines Blog darauf aufmerksam gemacht hat, dass sich in meine unter dem Punkt "Aktuelle Termine" veröffentlichte Liste ein kleiner Fehler eingeschlichen hatte - anders als ursprünglich angefragt, wird mein Vortrag auf der Messe "LEBEN UND TOD" in Bremen nicht am Messefreitag, sondern jetzt am Samstag, dem 9. 5. 2020 (um 11:30 Uhr) im dortigen Forum stattfinden. Danke für den Hinweis, die Terminliste - siehe unten - ist korrigiert. Worüber ich mich übrigens ganz besonders freue: 

Die Vorbereitungen auf Workshops und Vorträge laufen... (Foto: Thomas Achenbach).

Dass ich im November 2020 in Stuttgart erstmals eine Lesung durchführen darf, die mit musikalischer Begleitung einhergeht, was das dortige Hospiz organisiert hat. Hier ist also eine aktualisierte Übersicht über meine kommenden Termine - vielleicht sehen wir uns vor Ort? 

Ich würde mich freuen, vor allem, weil viele dieser Veranstaltungen von den Hospizinitiativen vor Ort mit viel Engagement und Aufwand organisiert werden, weil den Menschen dort es so wichtig ist, die Beschäftigung mit den Themen Trauer und Begleitung in den Fokus zu nehmen - und das ist aller Ehren wert, wie ich finde:

--> In Augsburg am 7. 11. 2019 (Donnerstag, 19 Uhr)Lesung/Vortrag zum Thema "Männer trauern anders" im Evangelischen Forum Annahof (www.annahof-evangelisch.de) - hier gibt es alle Infos zur Veranstaltung. 

--> In München am 8. 11. 2019 (Freitag, 19 Uhr), Vortrag zum Thema "Trauer in Unternehmen/Trauer im Berufsleben" in der der Evangelischen Stadtakademie München - hier gibt es alle Infos zur Veranstaltung.

--> In Paderborn am 6. 2. 2020Vortrag zum Thema "Männer trauern anders", organisiert vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter (Uhrzeit, Ort und weitere Details folgen noch)

--> In Wien/Österreich am 7./8. 3. 2020, Vortrag zum Thema "Männer trauern anders" auf der Messe "Seelenfrieden" im MGC Wien, Leopold-Böhmer-Straße 8 (alle Infos zur Veranstaltung).

--> In Salzburg/Österreich am 27. 3. 2020, Vortrag zum Thema "Männer trauern anders" beim 4. Salzburger Frühlingssymposium am Uniklinikum Salzburg, Division für Neonatologie, weitere Infos folgen noch. 

--> In Verden an der Aller am 18. 4. 2020 (Samstag), kombinierte Vortrag/Lesung zum Thema "Männer trauern anders" auf dem Sternenkinder-Kongress, Stadthalle (Uhrzeit und weitere Infos folgen noch)

--> In Neustadt an der Waldnaab am 23. 4. 2020 (Donnerstag, 9.30 Uhr), Workshop zum Thema "Männer trauern anders" mit Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen der Malteser 

--> In Nürnberg am 23. 4. 2020 (Donnerstag, 19 Uhr), Impulsvortrag und Rundgespräch zum Thema "Männer trauern anders", 19 Uhr, Evangelische Stadtakademie Nürnberg, weitere Infos folgen noch. 

--> In Oldenburg am 7. 5. 2020, FreitagVortrag zum Thema "Trauer im Berufskontext / Trauer im Arbeitsleben", organisiert von der Katholischen Erwachsenenbildung Oldenburg, KEB,  (Uhrzeit, Ort und weitere Details folgen noch)

--> In Bremen am 9. 5. 2020 (Samstag), Vortrag zum Thema "Männer trauern anders" auf der Messe "LEBEN UND TOD" in der Bremer Messehalle, 11.30 Uhr, www.leben-und-tod.de

--> In Heidenheim am 15. 5. 2020 (Donnerstag, 19.30 Uhr)Vortrag zum Thema "Männer trauern anders" im Haus der evangelischen Kirche auf Einladung der Ev. Erwachsenenbildung, Heidenheim

--> In Oldenburg am 30. 10. 2020 (Freitag)Vortrag zum Thema "Männer trauern anders", organisiert von der Katholischen Erwachsenenbildung Oldenburg, KEB,  (Uhrzeit, Ort und weitere Details folgen noch)

--> Im Kloster Vinnenberg bei Warendorf vom 6. bis 8. 11. 2020 (Fr.-So., nichtöffentliche Veranstaltung): Seminar über persönliches/biographisches Schreiben für Ehrenamtliche einer Hospizgruppe (Dozent) 

--> In Stuttgart am 13. 11. 2020 (Freitag, 10-15 Uhr), Workshop zum Thema „Männer trauern anders“, Hospiz St. Martin in der Jahnstraße, Details folgen noch

--> In Stuttgart am 13. 11. 2020 (Freitag, 19 Uhr), Lesung mit Musik zum Thema „Männer trauern anders“, Hospiz St. Martin in der Jahnstraße, Stuttgart.

... ich freue mich drauf, und damit allen Lesern einen guten Start in den November!

Übrigens: Lust drauf, diesen Blog auch als Podcast zu hören? Dann bitte hier klicken für die Übersicht über alle bisher veröffentlichten Episoden, darunter meine Interviews mit dem Buchautoren Pierre Stutz, dem "Letzte Lieder"-Macher Stefan Weiller und dem Trauer-Chat-Moderator und Ex-Spielsüchtigen Kai Sender....

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor des Buches "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag, 17 Euro, erschienen im März 2019. Mehr Infos gibt es hier.

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