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| (Alle Fotos: Thomas Achenbach) |
Osnabrück - Seit geraumer Zeit darf ich meine Einzelbegleitungen in einem neuen Raum in Osnabrück anbieten - einen Raum, der sich bereits verändert hat, aber immer noch eine wundervolle Atmosphäre bietet: Gelegen im so genannten Leisen Speicher, einem Gebäude, in dem sich allerlei Kreative, Grafikerinnen, Coaches und andere Selbstständige versammelt haben, ist es ein Ort, der perfekt geeignet ist für Begleitungen. Wir sind unter uns, umgeben von Backstein und Beton, in einer postindustriellen, inspirierenden Atmosphäre. Und schön eingerichtet ist er auch, das liegt aber nicht an mir....
Denn ich darf den Luxus genießen, als Untermieter einen Raum mitnutzen zu können, der bereits eingerichtet ist. Aktuell von Dagmar Paschen, die dort Coachings und Yoga anbietet. Behaglich und anregend, angenehm und schlicht, kommt diese Einrichtung unser beider Angebote zunutze. Damit ist es mir möglich, meine Einzelbegleitungen von dem zuvor genutzten Raum in unserem Haus in eine neue Umgebung zu verlagern, was aus verschiedenen Gründen dringend nötig war.
Denn die Coronapandemie hatte zuvor die Verhältnisse bei uns langfristig auf den Kopf gestellt und das Durchführen von Begleitungen an alter Stelle unmöglich gemacht. Das war während der Pandemie nicht weiter tragisch, weil ich meine Begleitungen einfach in Form von Spaziergängen nach draußen verlagert hatte (ein Setting, das ich nach wie vor nutze und das auch nach wie vor gerne angenommen wird), aber nicht für alle Klienten waren Spaziergänge gut geeignet, wie sich im vergangenen Jahr gezeigt hat.
Und als der noch recht warme November 2022 zu Ende ging und ein Winter mit einigen bitterkalten Tagen einzog, wurde die Frage nach einer neuen Behausung für meine Trauerbegleitungen umso dringlicher. Mit dem neuen Raum gibt es nun wieder die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wenn es draußen arg ungemütlich ist oder wenn einem Gast mehr danach ist, in einem Raum zu sein statt sich draußen in gemeinsamer Bewegung zu unterhalten. Was übrigens gar nicht immer der Fall ist, denn viele schätzen das gemeinsame Unterwegssein.
So oder so: Ob gehend oder sitzend, ob im Leisen Speicher oder im Freien, kann ich nun Trauerbegleitung in Osnabrück dort anbieten, wo es für alle gut passt. Darüber freue ich mich sehr. Zumal der neue Raum einen weiteren unschlagbaren Vorteil mit sich bringt, den ich vorher noch nicht hatte: Dass mein Telefon nicht dort steht und ein Anruf mitten in eine Begleitung hineinplatzen kann.
Und auch sonst ist der Leise Speicher übrigens ein faszinierender Ort: Gebaut im Jahre 1938 als eine Lagerstätte für die "Heeresverpflegung", ist der Bau einer von noch zwei großen Speichergebäuden, von denen es ursprünglich einmal fünf gegeben hat. Hier wurde während des Krieges Getreide gespeichert, aus dem Brot für die Soldaten gebacken werden konnte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäude durch die britische Armee genutzt, jedoch wurden mehrere der Speicher abgerissen. Die noch verbleibenden zwei werden seit wenigen Jahren kreativ genutzt: Einmal als Leiser Speicher für alle, die in Ruhe arbeiten oder beraten wollen, und als Lauter Speicher im Gebäude daneben, in dem Bands und Musiker ihre Proberäume finden oder ausgebildet werden. Sportangebote unter dem Dach gibt es auch, zudem ein Café. Sehenswert zudem der nahe Hafen und die frisch aufgebaute Containerstation mit zwei Kränen, die so auch im Hamburger Hafen zu finden sein könnten
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