Mittwoch, 30. Dezember 2020

Wie lässt sich Trauer aushalten, was kann mir helfen? - Eine persönliche kleine Trauer-Presseschau zum Ende des Jahres 2020: Drei lesenswerte Artikel über Tod, Trauer und Sterben und Vorsorge - für Euch gesammelt als Lesetipps und persönliche Empfehlung

Osnabrück - Eine junge Frau, deren Cousine ermordet worden ist. Eine Bestatterin, die ihren Kindern ganz gut erklären kann, was sie da beruflich tut, aber selbst ins Weinen kommt, wenn ein vier Jahre alter Junge ruft: Ich will meinen Papa zurück. Und eine junge Frau, die es als einen "Akt der Liebe" ansieht, den eigenen Tod für seine Angehörigen gut vorzuplanen und vorzuorganisieren. Im Laufe des Jahres sind mir eine ganze Reihe von bemerkenswerten Blog- und Zeitungsartikeln untergekommen, die ich als Lesetipps hier einmal zusammengestellt habe, zum Abschluss dieses denkwürdigen Jahres 2020. 

1.) Der Tod ihrer Cousine ist ein "Femizid", also ein Mord. "Unser Umfeld ist mit der erfahrenen Endlichkeit überfordert und zieht sich meist schweigend zurück", schreibt Klara Charlotte Zeitz in ihrem lesenswerten Text. "Das drängt die Trauernden in einen Raum der Stille. Die Stille danach ist das Lauteste". Den ganzen Artikel gibt es unter diesem Link... 


(Foto: Pixabay.com/Peggy Marco, Zypern, Cc-0-Lizenz)


2.) Eine junge Bestatterin mit Familie über ihre Arbeit - "Der Tod ist manchmal sehr dreckig“, sagt sie. "Er bringt vielerlei Wahrheiten ans Licht und hat furchtbare Eigenschaften im Gepäck." Allerdings, so sagt sie weiter, meint sie damit nicht die Toten selbst. Den ganzen Artikel gibt es unter diesem Link...
 

(Foto: Thomas Achenbach)


3.) Warum Vorsorge für den eigenen Todesfall so wichtig ist - als Liebesdienst für seine Angehörigen, das ist oft schon Thema auf diesem Blog gewesen. Umso mehr habe ich mich gefreut, diesen Artikel zu finden: "Was morbide klingt, ist das Liebevollste, das du für deine Angehörigen tun kannst. Je mehr geklärt ist, desto besser für die, die zurückbleiben. Und für dich", schreibt die Autorin Jessica Wagner. Den ganzen Artikel gibt es unter diesem Link...


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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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