Donnerstag, 23. September 2021

Die besten Filme über Trauer, Tod und Sterben, Folge 6: Warum der deutsche Film "Kirschblüten - Hanami" davon ausgeht, dass die Toten von uns Lebenden träumen und wie er das sichtbar macht - Mal poetisch, mal wohltuend nüchtern - "Die besten Trauerfilme", Tipps/Rezensionen

Osnabrück - Dass ihn sein frisch verwitweter Vater in Tokio besucht, ist dem jungen Karl gar nicht recht - und dass sich der Papa so merkwürdig benimmt, ist ihm peinlich. Warum hat der Vater so viele Kleidungsstücke der verstorbenen Ehefrau bzw. Mama mitgenommen? Warum ist es ihm so wichtig, den legendären Berg Fuji zu besuchen? Und erst bei einem ihrer wenigen gemeinsamen Essen in der klitzekleinen japanischen Wohnung des Sohnes dämmert den beiden: Sie sind beide nur aus einem Grund nach Tokio gekommen - sie wollen die geheimen Sehnsüchte der gestorbenen Frau erfüllen. Der Sohn noch zu Lebzeiten der Mama. Der Vater nach deren Tod. Mit dem vielgelobten "Kirschblüten - Hanami" gelingt Filmemacherin Doris Dörrie scheinbar spielerisch ein meisterlicher Kunstgriff: Der Film beobachtet genau, spürt allzu menschlichen Kuriositäten nach, gleitet aber niemals ins Peinliche ab. Was er über Trauer zu sagen hat, macht ihn zum Pflichtbestandteil dieser Artikelserie.   

"Manchmal frage ich mich, ob ich verrückt geworden bin" - das ist so ein Satz, der in Trauergruppen oder bei Einzelgesprächen öfter zu hören ist. Denn wenn sie einen geliebten Menschen verloren haben, gewöhnen sich viele Betroffene so mancherlei vermeintliche Merkwürdigkeit an, die sie sich vorher nie hätten vorstellen können. Sie sprechen mit ihren Toten. Sie wollen ihnen nah sein. Sie fragen sich, wo die Toten jetzt wohl sind. Sie ziehen ihre Kleidung an, diese so intimen Stofffabrikate, die nach dem Tod wie eine zweite Haut jener Menschen erlebt werden. Alles das tut auch der Witwer Rudi, gespielt von Elmar Wepper, in der zweiten Hälfte dieses Spielfilms. In der ersten ist allein der Witwer selbst vom Tod bedroht - obwohl er davon gar nichts weiß...


(Foto: Majestic Filmverleih/Limelight-PR)

Die Fragen, mit denen ich meine Reise durch die Welt der Trauerfilme gestalte, sind die Folgenden: Was können uns Spielfilme über das Erleben von Trauer erzählen? Können wir etwas über das Leben lernen? Kommen sie der Lebenswirklichkeit von Menschen in einer Trauer- und Verlustsituation nahe? Sind Sie für Menschen in einer Trauer- und Verlustkrise geeignet, weil sie ihnen Verständnis oder Ermutigung anbieten können? "Kirschblüten - Hanami" ist mit einem größeren Ensemble bevölkert, ist reich an Details in jeder Bildgestaltung und ist faszinierend in seiner Filmsprache - und doch steht im Zentrum des Films das nuancenreiche Spiel seiner männlichen Hauptfigur. Wie Elmar Wepper diesen Rudi darstellt, ist bemerkenswert realistisch und menschlich ausgewogen. Wenn es drauf ankommt, immer um die Kontrolle bemüht und scheinbar ganz unberührt. Obwohl im Inneren vieles ins Wanken geraten ist. Wepper macht das spürbar, diese Gratwanderung, der sich viele trauernde Männer ausgesetzt sehen. Da passt alles, nichts ist zuviel, nichts zu wenig - Witwer wie diesen Rudi habe ich selbst gelegentlich erlebt. Und zwar: Wirklich so. 



Hanami, der zweite Bestandteil des Filmtitels, steht übrigens für die japanische Tradition des gemeinschaftlichen Betrachtens der Kirschblüte. Wie sehr das für die Japaner ein Volksfest darstellt, zeigt der Film nahezu dokumentarisch. Überhaupt wirkt er über weite Strecken wie ein Dokumentarfilm und weniger wie ein Spielfilm. Das liegt an der spannenden Heransgehenweise, mit der Doris Dörrie bereits ihren Film "Erleuchtung garantiert" geschaffen hatte: Ausgestattet mit einer kleinen Amateurvideokamera mit HD-Funktion, verzichtet sie ebenso auf das 35-mm-Format wie auch auf eine große Crew von Ausleuchtern, Tonmeistern, etc. - so können die Filmszenen an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden und nicht andersrum, wie es sonst im Kino geschieht. Diese Art Filme zu machen hat für Dörrie einen tieferen Grund: Mit ihrem langjährigen Partner Helge Weindler starb 1996 auch der Kameramann ihrer größten Filmerfolge (u.a. "Männer", 1985) überraschend an Krebs. In mehreren Interviews erzählt Dörrie, sie habe nicht mehr geglaubt, nach diesem einschneidenden Erlebnis wieder Filme machen zu können. "Kirschblüten - Hanami" ist von 2008 und bereits ihr achter Film nach dieser Todeserfahrung. Aber worum geht es in dem Film eigentlich?

Wenn sich nix ändert, fühlt der Mann sich wohl

"Mein Mann mag keine Abenteuer. Ihm ist am liebsten, wenn sich nichts verändert, nix, gar nichts“, sagt die Ehefrau Trudi Angermeier einmal über ihren Mann, den gute Verwaltungsbeamten Rudi. Vielleicht liegt es daran, dass sie ihm verschweigt, was die Ärzte zuerst nur ihr anvertrauen: Dass ihr Mann nämlich sterbenskrank ist und ihm nicht mehr viel Zeit zum Leben bleibt. Dennoch kann sie ihn überzeugen, aus der vertrauten Allgäuer Kleinstadtheimat einmal kurz auszubrechen und die in der Großstadt Berlin wohnenden Kinder zu besuchen. Die wiederum haben sich mittlerweile so sehr von den immer nur umeinander kreisenden Eltern entfremdet, dass sie gar keine echte Nähe mehr zulassen können. Nur die neue Lebenspartnerin der lesbischen Tochter sieht die gegenseitig nicht zugegebenen Nöte und versucht die Balance herzustellen. Dennoch verlegen die Eltern alsbald den Urlaubsort an die Ostsee, wo dann das Unerwartete geschieht.


(Foto: Majestic-Filmverleih/Limelight-PR)

Denn nicht Rudi ist es, der als Erster stirbt, sondern seine Frau Trudi. Plötzlich und über Nacht. Zur Trauerfeier an die Ostsee kommen die in Deutschland lebenden Kinder zwar noch, zur Beisetzung der Urne in der heimatlichen Allgäukleinstadt schafft es aber keiner mehr. Wichtige Sitzungen, wichtiges eigenes Leben, alles viel wichtiger. Das gilt umso mehr für den dritten Sohn, den "Lieblingssohn", den es nach Tokio verschlagen hat. Ihn dort zu besuchen, das wird für Rudi zum letzten großen Abenteuer seines Lebens. 

"Die Toten träumen von uns" war das Leitmotiv

Zugegeben, nicht immer schafft es der Film, die Japanverliebtheit seiner Regisseurin und Drehbuchautorin gänzlich kitschfrei zu umgehen. Aber das macht nichts. Alleine die Bilder der titelgebenden Kirschblüten sind trotz der dokumentarisch-nüchternen Kameraarbeit eine Wucht. Und es ist alleine der Reiz des Fremden, der den Film zum Schwelgerischen verleitet, so dass er die Innenwelten seiner Protagonisten mit einer wohltuenden beinahe analytischen Klarheit ausleuchten kann. Im Pressematerial zum Film wird Doris Dörrie mit den folgenden Sätzen zitiert: "Die Toten träumen von uns, dieser Satz wurde zu einem Leitmotiv für mich. Wenn die Toten von uns träumen, dann sind vielleicht sämtliche Zeichen der Vergänglichkeit kleine Postkarten, die sie uns schicken."


(Foto: Majestic-Filmverleih/Limelight-PR)

„Kirschblüten Hanami“ ist ein Film, der mehr auf Stille und Poesie vertraut, nicht aber auf aufgemotztes Emotionstammtamm - und der eben deswegen noch lange nachwirken kann. Gegen Ende hin kann der Film eine gewisse Kitschnähe nicht länger verleugnen, aber es sind seine beiden Hauptdarsteller - dessen weiblichen Part die unlängst verstorbene Hannelore Elsner innehat -, die es mit einer ganz kraftstrotzenden Zartheit gestalten, die ihresgleichen sucht. Und so kriegt der Film auch hier wieder die Kurve. Aber: Ist es auch ein geeigneter Film, der einem so etwas Komplexes wie Trauer nahebringen kann....? Werfen wir einen Blick auf das Fragen-Grundgerüst für diese Artikelserie: 


- 1.) Was sagt der Film darüber aus, wie Trauer ist - wie sie sich anfühlt? 

Gar nicht mal so viel, erstaunlicherweise. Der Film deutet zwar hier und dort etwas an, lässt die Trauer aber als Leerstelle weitestgehend unerklärt. Was kein Manko ist, stehen doch die Handlungen des frischen Witwers wiederum für sich, man muss sie nur dechiffrieren, was einem der Film nicht allzu schwer macht.

- 2.) Ist der Film für Menschen in einer Trauer- und Verlustsituation empfehlenswert? 

Durchaus, ja, vor allem deswegen, weil er die liebevollen Schrulligkeiten, zu denen Menschen in einer solchen Situation gerne neigen, als etwas Würdevolles und Wichtiges zu zeigen versteht. Das hat etwas von: Guck mal, dem geht es ja genauso (siehe zu diesem Thema auch meinen Blogbeitrag "Keine Sorge, alles ganz normal"). Gleichermaßen zeigt der Film, wie rasch die Kinder, die Familie, das nähere Umfeld, sich nach dem Tod der Mutter wieder ihrem Alltag zuwenden und wie schnell sie genervt sind von der Präsenz des trauernden Vaters - auch das ist sicher eine Erfahrung, bei der der eine oder andere Zuschauer gut anknüpfen kann. 

(Foto: Majestic-Filmverleih/Limelight-PR)


- 3.) Kann der Film seinem Publikum die Gefühle von Trauer und Verlust und allem, was dazugehört, nahebringen (vor allem Zuschauern, die nicht davon betroffen sind)? 

Die Gefühle vielleicht nicht unbedingt - dazu spielt Elmar Wepper doch allzu realistisch den nach außen ganz auf kontrolliert schaltenden "typischen Mann" -, aber er gibt ein gutes Abbild von den allumfassenden Veränderungen, die eine solche Situation mit sich bringt. Und von den Reaktionen darauf. 

- 4.) Meine persönliche Lieblingsszene aus dem Film? 

Trauernde am Traumstrand... - Im Presseheft zum Film erzählt Doris Dörrie in einem Interview, wie sie sich für die Ostsee-Szenen so ein typisch norddeutsches Trauerwetter gewünscht hatte: Grauverhangen, düster und mit aufgepeitschten matschfarbenen Wellen. Doch das Gegenteil war der Fall: Als die Dreharbeiten stattfanden, gab es nichts als sonniges Bilderbuch-Strandleben. So sehen wir also eine in Schwarz gekleidete Trauergesellschaft an einem blauhimmelüberzogenen Traumstrand, umgeben von fröhlichen, spielenden, das Leben genießenden Menschen. Es ist eine ganz kurze Sequenz, aber ich liebe sie für genau diesen Widerspruch und Kontrast - denn so ist es für die Menschen nach einem Verlust oft. Das ganze Leben um sie herum, das Wetter, die Menschheit, einfach alles, geht mit einer achselzuckenden Lässigkeit über diesen Trauerfall hinweg, der einem besonders wehtun kann.

- 5.)  Welche ganz persönlichen Fragen werden durch den Film in einem angeregt? 

Was glaubst Du - welche vermeintlich alltäglichen Gegenstände, die Dein Partner, Dein Kind oder jemand aus Deiner Familie oft benutzt, könnten für Dich eine magische Aufladung erfahren, wenn diese Menschen tatsächllich sterben sollten? Und welche Träume, glaubst Du, könntest Du für diese Menschen dann leben und posthum erfüllen wollen? Sind es vielleicht Träume, die diese Menschen für Dich und Euer Leben aufgegeben haben? 

- Mein Fazit und meine Empfehlung: Die großen Themen des Lebens, unsere auf dem Weg irgendwann aufgebenen Träume und Sehnsüchte, verhandelt "Kirschblüten - Hanami" in Form einer beinahe dokumentarisch angelegten Menschenstudie, manchmal poetisch, manchmal angenehm nüchtern. Sehenswert und nah dran an der Realität


--------------- Alle Folgen aus der Serie "Die besten Trauerfilme": ------------

- Was uns das Teenager-Drama "Vielleicht lieber morgen" mit Emma Watson über Trauer, Trauma, Flashbacks und Trigger erzählt - zur Folge 1 der Serie

- Warum die australisch-französische Filmperle "The Tree" mit Charlotte Gainsbourg eine exakte Studie über das Trauern ist - zur Folge 2 der Serie

- Was uns das oscar-prämierte US-Drama "Manchester By The Sea" alles über Schuld und Familiensysteme in Trauer erzählen kann- zur Folge 3 der Serie

- Der Tod zweier Söhne, ein Familiensystem und seine Geschichte - warum John Irvings "The Door In The Floor" ein Fim übers Erzählen ist - Folge 4

- Der Suizid der Mama und wie eine Familie weiterzumachen versucht, eindrucksvoll, aber zurückhaltend gezeigt in "Der letzte schöne Tag" - Folge 5

- Ein poetischer Film über Japan, alternde deutsche Ehepaare und die ewige Nähe des Todes - Dorris Dörries "Kirschblüten Hanami" ist eine Wucht - Folge 6

- Warum der Spielfilm "Das Zimmer meines Sohnes" unbedingt sehenswert und bemerkenswert realistisch eine Familie in Trauer abbildet - Folge 7 der Serie

- Ein kluger Film darüber, wie Trauer als latente Grundschwingung das Leben junger Menschen beeinflussen kann, "Dieses Sommergefühl"Folge 8 der Serie

- Als Familie nach dem Tod eines Kindes in der Ferne den Neustart wagen - was das mit Geschwistern und Eltern macht, erzählt "In America" - Folge 9 der Serie 

- Warum "Blaubeerblau" der perfekte Einsteiger-Film für alle ist, die sich an das Thema Hospiz noch nicht so richtig herangetraut haben - Folge 10 der Serie

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Im Trauergeschichten-Podcast zum Hören: "Darf ich das - ist das normal?" - was sich Trauernde so alles fragen und was es darauf für Antworten gibt  

Ebenfalls auf diesem Blog: Trauer und Schuldgefühle gehören zusammen - warum sich so viele Trauernde nach dem Tod eines Menschen schuldig fühlen

Ebenfalls auf diesem Blog: Wie uns die Trauer vor Aufgaben stellt und was das für den Trauerprozess bedeuten kann - über die "Aufgaben der Trauer"

Ebenfalls auf diesem Blog: Entrümpeln, Ausmisten und Aufräumen nach dem Tod eines Menschen - was mache ich damit und warum ist das so hart?

Ebenfalls auf diesem Blog: Der Trick mit der Selbstwirksamkeit - wie wir uns selbst gut in seelischen Krisen helfen können: psychologische Tipps

Ebenfalls auf diesem Blog: Warum sich Trauernde förmlich zerrissen fühlen  - eine Einführung in das "Duale Prozessmodell der Trauer" und seine Fallstricke

Ebenfalls auf diesem Blog: Warum sich ein Suizid viel öfter verhindern ließe als wir das glauben und warum es so wichtig ist, immer wieder darüber zu reden

Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und Trauer - was Menschen in einer Verlustkrise hilft, was man Trauernden sagen kann 

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Dienstag, 14. September 2021

Fünf Gründe, warum sich Unternehmen und Vorgesetzte gerade jetzt mit dem Thema Trauer am Arbeitsplatz beschäftigen sollten - warum es jetzt so wichtig ist, langfristig an die Zukunft der Personalplanung denken und die Demografie nicht aus den Augen zu verlieren

Osnabrück - Coronakrise hin oder her: Das Thema "Trauer am Arbeitsplatz" wird zu einem der wichtigsten Zukunftsthemen für Personalabteilungen, Vorgesetzte, Kollegen und Firmen werden - aber eines, auf das die meisten Unternehmen in Deutschland überhaupt nicht vorbereitet sind. Das ist kurzsichtig, wie ein Blick in die aktuellen Statistiken belegt - und ein Blick auf die aktuellen Schlagzeilen. Es naht eine Zeit, in der nicht nur die Anzahl der Angestellten mit einer Pflegeverantwortung in der Familie stark zunehmen dürfte, sondern auch die Anzahl der Mitarbeiter, die akut in einer Trauersituation stecken. Schon jetzt ist mein Artikel zum Thema "Krankschreibung wegen Trauer?" der am allermeisten gelesene Beitrag auf diesem Blog. Und das Interesse an diesen Themen dürfte weiter zunehmen. Die Demografie gibt uns entsprechende Hinweise. Es wird Zeit, hier einmal genauer hinzusehen.

Wo Menschen zusammenkommen, sind Tod und Trauer immer irgendwie mit im Spiel. Und diese Themen sind umso näher, je mehr Menschen sich an einem Ort versammeln. Auch im Unternehmenskontext lässt sich das kaum ausklammern – schon in einem Nicht-Corona-Jahr wie beispielsweise dem Jahr 2018 starben 945 900 Menschen, wie das Statistische Bundesamt erfasst hat. Davon sind rund 140 000 zwischen 20 und 65 Jahren alt, also mittendrin im erwerbsfähigen Alter, wie mir die Zahlen zeigen, die ich für mein Buch "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen" (Campus-Verlag) recherchiert habe. Das heißt, diese Menschen sind vermutlich: Arbeitnehmer bzw. Angestellte, die gerade mitten im Beruf stehen. Es ist vor allem diese Zahl, die in den kommenden Jahren nochmal stark steigen dürfte. Hier sind eine Reihe von Gründen dafür - und es sind alles auch gute Gründe dafür, warum sich Unternehmen und Vorgesetzte gerade jetzt mit dem Thema Trauer am Arbeitsplatz beschäftigen sollten.


(Foto: Thomas Achenbach)

1.) Arbeiten wird eine Alterssache. Bei der Rente mit 68 Jahren ist noch lange nicht Schluss - in der Zukunft könnte es heißen: Rente mit 70. Es ist noch gar nicht so lange her, dass die "Rente mit 68" zu einem heiß diskutierten Thema in Deutschland wurde. Wieder einmal. Das war im Juni 2021 und stammte aus einem Vorschlagspapier, das Regierungsberater an die Bundesregierung weitergegeben hatten und über das verschiedene Medien, unter anderem die Tagesschau, dann berichtet hatten. Doch was die Wenigsten mitbekommen haben: Während diese Vorschläge der Berater bereits für allerlei Diskussionen sorgten und ihre Runde durch das Schlagzeilenkarussell aller Medien drehten, meldeten sich Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu Wort und legten noch einmal eine Schippe nach: Das Renteneintrittsalters auf müsse spätestens ab dem Jahr 2052 auf 70 Jahre erhöht werden, lautete ihre Forderung. Die Gründe dafür haben mit den nächsten Punkten auf unserer heutigen Liste zu tun.

2.) Die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wird ebenfalls um mehrere Millionen weiter steigen - so wird es beispielsweise vom Demografieportal des Bundes und der Länder prognostiziert (Link siehe hier): Bis zum Jahr 2060 soll der Anzahl der Menschen, die pflegebedürftig sein werden, auf bis zu fünf Millionen steigen. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren noch rund 2 860 000 Menschen, bei denen Pflegebedürftigkeit eine Rolle spielte. Die Anzahl der Pflegebedürftigen könnte dann die Anzahl der zu betreuenden Unter-Sechs-Jährigen übertroffen haben, heißt es. Was hierbei noch erschwerend hinzukommt: Es gibt ein enormes Dunkelfeld, das statistisch gar nicht auftaucht. Familien, die ihre Pflegeverantwortung irgendwie selbst organisieren und wahrnehmen, die sich irgendwie durchwurschteln, ohne Pflegedienste, ohne Pflegestufe, ohne eine Pflegekraft daheim. Ich kenne ein paar solcher Familien. Fälle, die bereits viel Kraft kosten, die aber statistisch noch gar nicht erfasst sind.


(Foto: Thomas Achenbach)

3.) Daraus folgt aber auch: Die "familienfreundliche Arbeitgeberpolitik" wird ihren Fokus noch viel stärker auf die Bruchstellen des Leben legen müssen, also vor allem auf das Alter, nicht nur auf Kinder und junge Familie. Das ist übrigens etwas, was mich in der Coronakrise mit am meisten verwundert hat: Dass das Thema der Menschen in einer Pflegeverantwortung daheim so ausgeklammert geblieben ist. Selbst die anfangs noch belächelten Familien, deren Sorgen zu Beginn keiner so richtig ernst genommen hatte (man erinnere sich an das unwürdige Wort der "Micky-Maus-Politik" zu Zeiten der mit Flatterband abgesperrten Spielplätze), bekamen in den Lockdowns irgendwann mehr Aufmerksamkeit - aber wie es den Zuhausepflegenden ergangen ist, deren Alltag in der Pandemie sicher ebenso an Belastungen zugelegt hat, davon war so gut wie nichts zu lesen oder zu hören. Für mich war das ein deutliches Zeichen, wie wenig unsere Gesellschaft und die Menschen darin - und damit auch die Arbeitgeber - diesen Problembereich bisher wahrgenommen haben. Das wird sich zwangsläufig ändern (müssen), siehe unter Punkt 2. 

4.) Mehr Menschen werden auf der Arbeit sterben: Zahlen der gesetzlichen Unfallversicherungen haben noch in den Jahren vor Corona gezeigt, dass rund 450 Menschen pro Jahr einem tödlichen Arbeitsunfall erlegen – sie sterben auf der Arbeit und während der Arbeit. Auch diese Zahl dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen. Wenn die arbeitenden Menschen erstens älter werden und zweitens durch immer mehr Home Office etc. auch immer "unbeobachteter" (was, wie alles im Leben, seine zwei Seiten hat - Problemkrankheiten wie z. B. Alkoholismus lassen sich durchs Home Office indes besser verstecken), wäre das eine naheliegende Konsequenz. Und wo wir schon beim Thema Zahlen sind: Der Produktivitätsverlust durch seelische Krankheiten, aber eben auch durch Trauer, wird weiter steigen. Schon im Jahr 2012 hatte die damals durchgeführte "DAK-Gesundheitsstudie" diesen mit einer Verlustsumme von 13 bis 15 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Last but not least, gibt es noch einen weiteren Punkt zu bedenken:


(Foto: Thomas Achenbach)

5.) Die Werte der Arbeitnehmer haben sich massiv verändert. Alles ist im Wandel - und das rasend schnell. Digitalisierung, globale Vernetzung, ständig neue Technologien, kaum etwas hat mehr langfristigen Bestand. Das zehrt an den Nerven der Menschen - und genau an dieser Schnittstelle müssen Arbeitnehmer sich auch seelisch aufgefangen fühlen können. In einer immer unsicher werdenden Welt, in der auch der Arbeitsplatz schon lange nicht mehr als ein verlässlicher, sicherer Hafen angesehen wird, kommt der Familie bzw. der Lebenspartnerschaft - welcher auch immer - als kleinstem Kern der Gesellschaft wieder eine gesteigerte Bedeutung zu. Nach dem Motto: Wenn schon die ganze Welt immer unsicherer wird, soll wenigstens diese kleinste Zelle von einer größtmöglichen Sicherheit und Stabilität getragen sein. Unter anderem deswegen entscheiden sich so viele Arbeitnehmer für die Elternzeit oder die eigene Pflegeverantwortung (sicher auch aus ökonomischen und sonstigen Gründen). Gleichzeitig schwebt über allem das Thema "Purpose", also die Frage nach dem Sinn der Arbeit, nach dem Wert eines jeden Menschen innerhalb eines Unternehmens. Die Wertschätzung von Angestellten darf auch deswegen mit dem Tod nicht einfach enden. 

Was daraus folgt: Erfolgreiche Personalpolitik sollte sich als „lebensphasenorientiert“ verstehen. Was mit den Stichworten New Work und Purpose und Selbstbestimmung begonnen hat, ist ein Prozess, der längst noch nicht abgeschlossen ist: Die Mitarbeiter wollen als Partner auf Augenhöhe behandelt werden, nicht alleine als Untergebene. Sie wollen einen Sinn in ihrer Arbeit sehen können. Von morgens 9 bis nachmittags 17 Uhr arbeiten gehen und dann mit dem verdienten Geld sein Leben gestalten, das reicht den meisten Menschen heute nicht mehr. Wer als Unternehmen erfolgreich sein möchte, hat die individuellen, persönlichen Ziele der Mitarbeiter immer im Blick, während auf der anderen Seite die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung auf ein maixmalmögliches Niveau gehoben wird - denn nur wer sich als Mensch wahrgenommen fühlt, wer sich einbringen und entfalten kann und wer gut vermittelt bekommt, dass seine Arbeit auch etwas Wichtiges beiträgt, bleibt auch langfristig dem Unternehmen treu (und loyal). Die Führungskultur eines erfolgreichen Unternehmens trägt dem Rechnung - indem sie die Mitarbeiter auch auf der persönlichen Ebene ansprechen und gut begleiten kann. Privatleben und Beruf verschränken sich nicht alleine durch das Home Office immer mehr ineinander, sondern auch durch den Anspruch, den junge Eltern oder ältere Arbeitnehmer mit einer Pflegeverantwortung an die Vereinbarkeit dieser beiden Bereiche haben. Eine gute Personalpolitik hat die Lebenszyklen eines Arbeitnehmers daher ebenso im Blick wie die sich aus diesen Zyklen ergebenden Bedürfnisse. Und da gehören die Themen Trauer und Tod eben unmittelbar dazu. Wie aber können Unternehmen diese Themen gut in ihre Personal- und Führungspolitik integrieren, was erwarten die Arbeitnehmer heutzutage? 


(Foto: Pixabay/Gerd Altmann, CC-0-Lizenz)


Anregungen und Impulse dazu gibt in weiteren Artikeln auf diesem Blog sowie in meinem Buch "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise" aus dem Campus-Verlag, das im März 2020 erschienen ist.




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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de

Lesungen, Vorträge, Workshops, Seminare, Trauergruppen und mehr: Alle aktuellen Termine mit Thomas Achenbach finden sich unter diesem Link 

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Auf Youtube ansehen: Vortrag "Männer trauern anders" aus dem Forum St. Peter in Oldenburg (Nidersachsen) aus dem Juni 2021 - Link zum Video  

Ebenfalls auf diesem Blog: Die besten Filme über Trauer, Tod und Sterben - was uns Spielfilme über das Erleben von Trauer erzählen können

Ebenfalls auf diesem Blog: Trauer, wie lange dauert das eigentlich - und wann ist es endlich mal vorbei? Mein erster Mutmacherbrief an Trauernde

Ebenfalls auf diesem Blog: Der Trick mit der Selbstwirksamkeit - wie wir uns selbst gut in seelischen Krisen helfen können: psychologische Tipps

Ebenfalls auf diesem Blog: 27 gute Rituale für eine Trauerfeier - wie sich eine Gedenkfeier so gestalten lässt, das sie den Angehörigen/Trauenden gut tun kann

Ebenfalls auf diesem Blog: Warum sich Trauernde förmlich zerrissen fühlen  - eine Einführung in das "Duale Prozessmodell der Trauer" und seine Fallstricke

Ebenfalls auf diesem Blog: Warum sich ein Suizid viel öfter verhindern ließe als wir das glauben und warum es so wichtig ist, immer wieder darüber zu reden

Ebenfalls auf diesem Blog: Tipps zum Umgang mit Trauernden und Trauer - was Menschen in einer Verlustkrise hilft, was man Trauernden sagen kann 

Ebenfalls auf diesem Blog: Was muss ich machen, wenn ich wegen Trauer krankgeschrieben werden möchte? Geht das überhaupt und wenn ja, wie denn?

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Montag, 6. September 2021

Was bedeutet "Personen auf der Fahrbahn" im Radio? Warum hört man das so oft im Verkehrsfunk? Ich habe eine ganz persönliche These zu dieser Frage - und sie hat mit den Themen Trauer und Unfalltod zu tun...

Osnabrück - Im Verkehrsfunk ist diese Warnung oft zu hören: "Fahren Sie bitte vorsichtig, es sind Personen auf der Fahrbahn..." Aber warum eigentlich? Was machen diese Personen denn da? Wer einigermaßen bei Verstand ist, der würde doch nicht zu Fuß auf eine Autobahn gehen, oder? Oder auf eine Landstraße ohne Seitenstreifen? Mich hat das schon immer stutzig gemacht - und inzwischen habe ich eine ganz persönliche These entwickelt, was da los sein könnte. Eine These, für die ich bislang keine offizielle Bestätigung bekommen konnte (trotz einiger Rechercheanfragen) und die deswegen meine ganz persönliche These bleiben wird. Und sie hat, wen würde es wundern, mit Trauer zu tun. Und mit Unfalltoten.

Ich habe Polizisten befragt. Rettungskräfte. Und Notfallseelsorger. Aber keiner konnte mir eine wirklich schlüssige Antwort auf die Frage geben, warum so oft Personen auf einer Fahrbahn anzutreffen sein sollten. Denn wer in gewisser Regelmäßigkeit den Verkehrsfunk hört, dem wird auffallen, dass diese Meldung nicht unbedingt Seltenheitswert besitzt. Zu den Vermutungen, die die Sicherheitskräfte äußern, gehören diese: Es könnten Unfallfahrer sein, deren Fahrzeuge liegengeblieben sind. Es könnten stark alkoholisierte Menschen sein, die sich verirrt haben. Manches Mal sollen sich auch Radfahrer auf die Autobahnen begeben, weil sie sich in den Auffahrten vertan haben - oder weil sie leichtsinnigerweise ihren Übermut ausleben müssen. Aber keiner der von mir befragten hat jene Vermutung geäußert, die ich persönlich für die schlüssigste halte: Es könnten Angehörige sein, die einen Unfallort aufsuchen wollen. Weil sie in diesem Unfall einen Menschen verloren haben und diesem nun nahe sein wollen. Dass dieses Bedürfnis innerhalb eines Trauerprozesses enorm groß werden kann, dafür gibt es zahlreiche Belege. 


(Foto: Pixabay.de, User: Monsterkoi, Pixabay-Lizenz)

Diese zeigen sich in Form der zahlreichen am Straßenrand stehenden Trauerstätten - kleine Kreuze, kleine Gedenkorte, privat eingerichtet, meistens von den Behörden geduldet, an den Rändern von Landstraßen oder auch in Innenstädten, zeugen seit einigen Jahren von der besonderen Wirkmacht, die der Ort eines Todes auf Menschen haben kann. Dorthin zu gehen, wo es geschah, an diesen Ort eines Übergangs, kann für die Angehörigen ein wichtiges und wohltuendes Ritual darstellen. Eines, das viele Bedürfnisse erfüllt, die sich innnerhalb eines Trauerprozesses einstellen können - auch wenn das besonders schwer vorstellbar ist für alle anderen Menschen, die einen solchen Prozess noch nicht erleben mussten. Und gerade bei einem gewaltsamen Tod, der mit einer unvorhersehbaren Plötzlichkeit ein Leben beendet hat, stehen die Hinterbliebenen vor einer besonders schwierigen Aufgabe: Dem Begreifen dessen, was da geschehen ist.

Ein Ort des Übergangs und der Transzendenz

Auch für diesen Prozess kann es enorm hilfreich sein, sich an den Ort zu begeben, an dem es geschehen ist und ebendort zu versuchen, einer Form von Verständnis für das an sich ganz Unbegreifliche näherzukommen. Außerdem ist es ein Ort, an dem der innere Schmerz den Raum bekommen kann, den er im normalen Alltag nicht immer bekommt. So kommen dem Ort des Todes gleich mehrere Funktionen zu, die innerhalb eines Trauerprozesses von Bedeutung sein können: Dort hinzugehen, um sich durch seine Trauer durchzufühlen; oder um sich den Gestorbenen nahezufühlen, andererseits; oder dort hinzugehen, um sich im Begreifen dessen zu versuchen, was dort geschehen sein könnte. Und schließlich atemt der Ort des Todes für manche Menschen auch eine Form von Transzendenz. Als sei etwas fühlbares Seelisches des gestorbenen Menschen für immer dort verhaftet geblieben, so kommt es manchen vor. Leider gibt es zu diesem Thema keinerlei aussagekräftige Forschung - wohl aber zum Thema der wilden Trauerstätten an den Straßenrändern. 


(Foto: Pixabay.de, User: Free-Photos, Pixabay-Lizenz)

Damit hat sich nämlich die Soziologin Christine Aka intensiv beschäftigt. Die inzwischen in Münster lehrende Volkskundlerin hat zwischen 2000 und 2003 zum Thema Unfallkreuze geforscht und eines der wenigen, wenn nicht gar das einzige Buch zum Thema veröffentlicht („Unfallkreuze – Trauerorte am Straßenrand“ erschien im Waxmann-Verlag), außerdem hat sie im Jahre 2010 einen bemerkenswerten und sehr klugen Zeitschriftenbeitrag über das Thema für die Zeitschrift: „Alltag im Rheinland“ geschrieben, die vom Landschaftsverband Rheinland herausgegeben wird. Und auch sie geht in ihren Texten auf den Ort des Todes mit seinen mythischen Funktionen ein: „Gerade der gewaltsame Tod führt zu dramatischen Anforderungen an die Psyche des einzelnen Trauernden. Individuelle Psychologie, also Gefühle, und gesamtkulturell interpretierbare Phänomene gehen in der Trauer eine komplexe Verbindung ein,“ schreibt Aka in diesem Text. Daher würden diese wilden Trauerstätten zu einem „Hinweis auf Schmerzzonen, für die kaum eine andere Ausdrucksformen zur Verfügung stehen. Diese klugen Beobachtungen machen verstehbar, warum Trauernde gerne an diese Orte zurückkehren, an denen, salopp gesagt, „es geschehen ist.“ 

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung) und bietet Podcasts rund um das Thema Trauer an (bitte hier klicken). Thomas Achenbach ist der Autor der Bücher "Männer trauern anders - was ihnen hilft und gut tut", 168 Seiten, Patmos-Verlag und "Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Trauer, Pflege, Krise", 220 Seiten, Campus-Verlag. Mehr Infos auf www.thomasachenbach.de

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Der neue Podcast von Thomas Achenbach: "Trauergeschichten - Menschgeschichten", Gespräche über Leben, Tod und Sterben, jetzt online

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